Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

^"^h-rbUdung" zuerst, Aether, und nicht Weingeist, als mit der Saure verbundenbetrachtet zu haben; wo er von dem Salpeteräther handelt, sagt er, es seiwahrscheinlich, daß die Sauren bei der Erzeugung eines Aethers zu gleicherZeit auf den wässerigen und auf den entzündlichen Bestandtheil des Wein-geistes wirken, indem sie den ersteren wegnehmen und mit dem zweiten sichzum Theil verbinden (bei der Bildung der zusammengesetzten Aether), oderindem sie den Gehalt an dem zweiten größer machen (durch Wafferabschei-düng), und so etwas Oelartigeres hervorbringen. — Bergman, in denAnmerkungen zu den von ihm (1775) herausgegebenen Vorlesungen Schef-ser's, glaubte, die Bildung des Aethers beruhe auf der Abscheidung vonWasser aus dem Weingeist, aber außerdem auch noch auf der Aufnahmevon Phlvgiston.

Die Aufstellung dieser Ansichten über die Bildung des eigentlichenAethers blieb damals ohne Einfluß, weil die Ueberzeugung zu allgemeinherrschte, alle Aetheracten entstehen auf gleiche Weise, alle enthalten die beiihrer Bereitung angewandte Saure als wesentlichen Bestandtheil. Diedeutschen Uebersetzer der ersten (1766) und der zweiten (1778 erschienenen)Auflage von Macquer's Oictionnaire, Pörner und Leonhardi,erklärten sich übereinstimmend dagegen, daß in dem Schwefelathec keine ^W>,gla>'<^A>>- Schwefelsaure enthalten sei. Wiegleb glaubte (in seinem »Handbuch derChemie--; 1781), Weingeist sei eine Verbindung eines eigenthümlichen äthe-rischen Ocles mit Wasser, und Aetherbildung beruhe allgemein auf der Ver-einigung des ersteren Bestandtheils mit der angewandten Saure; später(in seinem »deutschen Apothekerbuch--; 1793) erklärte er die Aetherbildungallgemein dahin, der Weingeist werde dabei zersetzt, Wasser ausgeschieden, ^und der andere brennbarere und ölartigere Bestandtheil verbinde sich miteinem Theil der angewandten Säure zu einem ätherischen Oele. — Un-sicher darüber, ob der gewöhnliche Aether Schwefelsäure als wesentlichen Be-

sch,-l--sAnsichk,n.sta,idtheil enthalte, war Scheele; an einer Stelle seiner in den Schriftender Stockholmer Akademie für 1782 erschienenen Abhandlung über denAether sagt er, er habe diesen Körper mit einer geistigen Lösung von Aetz- ^kali gemischt und rectificirt, das Destillat mit Salpetersäure behandelt und >mit Barytsolution versetzt, und es habe sich Schwerspats) gebildet, was zubeweisen scheine, daß die Schwefelsäure in die Zusammensetzung des Aethers !eingehe; an einer anderen, bei gut rectisicirtem Aether sei die Beimischungvon Säure so unbedeutend, daß man nicht mit Sicherheit behaupten könne,