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Weingeist und die verschiedenen Aetherartcn.
zu haben, daß eine niedrigere Oxydationsstufe des Schwefels als die An,,„schw-f,,-Schwefelsaure existier, welche nicht schweflige Saure sei; er glaubte an dieListen; einer Säure, die später als Unterschwefelsaure wirklich dargestelltwurde; diese Säure glaubte er in den beschriebenen Salzen zu haben; er^ußte zwar, daß sie organische Materie enthalten, hielt diese aber nicht fürk>Uen wesentlichen Bestandtheil derselben.
Diese Versuche und die Behauptungen, welche Dabit darauf bezüglichb" Erklärung der Aetherbildung stützte, widersprachen der damals herrschen-bm Aetherthcorie von Fourcroy und Vauquelin. Sie wurden ignorirt,und blieben unbeachtet; erst 1819 kam dieser Gegenstand wieder zur Sprache.Sertürner veröffentlichte damals, daß (wie er schon 1806 gesunden habe)b>e Schwefelsäure sich mit Alkohol zu einer Saure verbinden könne, worin^r Gehalt an Schwefelsaure nicht durch die gewöhnlichen Reagentien er-kennbar sei; dem Alkohol ähnlich verhalten sich andere Stoffe, wie Zucker,
^ummi u. s. w., welche eben solche Säuren bilden können, und auch an-bete Sauren können solche Verbindungen eingehen. Die aus Alkohol sichbildenden zusammengesetzten Säuren der Art nannte er Weinsäuren, diedaraus mit Schwefelsaure entstehende Schwefelweinsaure. Er beschrieb dasKalksalz und gab an, die Säure selbst lasse sich aus dem Kalk- oder Baryt-lalz durch Schwefelsaure darstellen. Uebrigens unterschied Sertürner drei^kschiedene Schwefelweinsäuren, von denen die erste bei der Mischung vonAlkohol und Schwefelsaure entstehen, die zweite in dem Rückstände vonder Aetherbereitung sich finden, und die dritte aus diesem Rückstände beilängerer Einwirkung der Lust sich bilden sollte; daß nur Eine solche Saure^'stire, zeigte A. Vogel in München 1819, welcher diese Saure und dieSalze derselben genauer untersuchte, und die erstere als eine Verbindungda» Unterschwefelsaure mit einem schweren ätherischen Oele betrachtete.
Vogel machte auch darauf aufmerksam, daß die Säure, welche Dabit^r eine intermediäre Substanz zwischen der Schwefelsaure und der schwefli-Zen Säure gehalten halte, Schwefelweinsaure gewesen sei; Sertürnerversicherte darauf 1820, er kenne die Abhandlungen von Dabit nicht.
Der Vorwurf, welchen französische Chemiker Sertürner'n machten,
Dabit's Abhandlungen gekannt zu haben, ohne dies anzuzeigen (— soäußerte Gay-Lussac 1820, die Versuche Dabit's haben zuerst wiederbu Aufmerksamkeit Sertürner's auf sich gezogen, welcher übrigens vonchnen spreche, als habe er sie niemals gekannt —), erscheint ungegründet;