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Weingeist und die verschiedenen Aetherarten.
untersuchten noch 1800, was sich bei der Einwirkung von Schwefelsäure"ud Braunstein auf Weingeist bilde; sie fanden, daß eine ätherische Flüssig-keit entstehe, welche aber von dem gewöhnlichen Aether bestimmt verschieden^i; sie mische sich in jedem Verhältniß mit Wasser, habe einen anderenGeruch, welcher dem des Salpeteräthers sich nähere, ein größeres specifischesGewicht und einen höheren Siedepunkt. »Diese Flüssigkeit,« sagten sie,"gleicht dem gemeinen Schwefeläther in der That in Nichts; es ist eine ganz"Me Materie, welche Dabit entdeckt, aber nicht sorgfältig genug unter-sucht hat, weil er sie sonst nicht mit dem Schwefeläther verwechselt habenU>ürde.« Ueberraschend sind die Ansichten, welche Fourcroy und Vau-guelin über die Eonstitution dieser Flüssigkeit und den Unterschied derselbenvon dem Alkohol aufstellten: »Bei dieser Operation (der Bereitung des vonDabit entdeckten Körpers) verliert der Alkohol keine Kohle, sondern nureinen Theil Wasserstoff, welcher sich mit dem Sauerstoff des Braunsteinsverbindet. — Hieraus ergiebt sich, daß die Flüssigkeit, welche man aufdiese Weise erhält, mehr Kohlenstoff und Sauerstoff und weniger Wasser-stoff enthält.« Lange Zeit, 35 Jahre, später wurde das wichtigste Product,Kelches sich bei der Einwirkung von Schwefelsäure und Braunstein aufAlkohol bildet (mit dessen Eigenschaften die Angaben Fourcroy's und Vau-guelin's aber zum Theil gar nicht übereinstimmen), als slcobol l1eli)'3ro-genstus oder Aldehyd bezeichnet.
Die Untersuchungen über diesen Körper wurden in der nächsten ZeitUach Fourcroy und Vauquelin nicht weiter fortgesetzt. Döbereinergab 1821 an, bei der Destillation von Alkohol mit (schwefelsäurehaltiger)^hromsäure oder Mangansäure oder mit einer Mischung aus Vitriolöl undBraunstein bilde sich Kohlensäure, Essigsäure und eine ölartige, dem schwe-ren Salzäther analoge, Flüssigkeit, die er als bestehend aus gleichen Volumenolbildendes Gas und Sauerstoff betrachtete und Sauerstoffäther nannte. Gay -^ussac berichtete in demselben Jahre, man erhalte bei der Destillation von^hromsäure oder von Schwefelsäure und Braunstein mit Weingeist eineFlüssigkeit von eigenthümlichem stechenden Geruch, welche eine Mischungvon Alkohol, Aether und Weinöl sei. 1822 unterschied Döbereiner, beiGelegenheit der Beschreibung eines Apparates zur Darstellung des Sauerstoff-ochers, einen schweren und einen leichten Sauerstoffäther, welcher letztere sichbei der Destillation des ersteren entwickle und in Geruch und Geschmack einerMischung von Essig- und Salpeteräther ähnlich sei. 1823 gab er zur Be-
Aldehyd