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Organische Säuren.
früher bekannt gewesen. In der angeführten Schrift lehrt G laub er, ^
"Wie man sauren 8piriwm oder ^cewm von allen vegetabilischen Dingenwachen soll-. In einen Apparat, der zugleich Ofen und Destillirblase ist,frll man glühende Kohlen werfen, und darauf Holz; »indem das Holtzderbrennet, so gehet fein Spiritus scicius davon, wird in den Hecipientenrvnäensirt, und in dem untergesetzten Geschirre aufgefangen; welcher anGeschmack nicht viel anders ist, als «ein gemeiner Essig, darumb er auch^cetum I.i^noruiu gennand wird--. Namentlich zu chemischen Arbeiten sei°r, nach der Rectisication, eben so gut, als ein ^cetum Hi. — Boylefägt in seinem Ellemists scepticus (1661), Holz gebe bei der trocknen De-pilation oleum, spiritum, scetum, sgusm et csrllones. Boerhavesagtw seinen Llementis Lllemise (1732), sciäs scetoss entstehen durch Ein-wirkung der Hitze auf vegetabilische Substanzen. — Diese Aussagen, daß diefd erhaltene Saure identisch mit dem Essig sei, können auf richtiger Er-kenntniß beruhen; sie können aber auch darin ihren Grund haben, daß manfrüher jede organische Saure mit dem Essig verwechselte (vergl. Seite331).später wenigstens, als man die verschiedenen organischen Sauren genaueruntersuchte, unterschied man auch die Holzsaure von der Essigsäure, nament-lich nach den Versuchen, welche Göttling 1779 mit der ersteren ange-bellt hatte; in Lavoisier's Drsite e'lementsire 3e ellimie (1789), in8ourcroy's Siemens ck'llistoiro nsturelle et cke cliiuiie (1794) und denanderen Lehrbüchern der damaligen Zeit wurde das sc!6e p^ro-ÜAneuxals eine eigenthümliche Saure betrachtet. Fourcrop und Vauquelinpgten 1800, daß sowohl die Holzsaure, als auch die brenzliche Schleim-faure oder brandige Auckersaure (wie das saure Destillations-Product von3ucker, Gummi, Honig, Stärkemehl u- s- w. benannt und als eigenthüm-liche Saure unterschieden worden war) nur mit brenzlichem Oel verunrei-Uigte Essigsaure sei. — Daß die bei der trocknen Destillation thierischer Sub-stanzen entstehende Saure (welche Berthollet 1798 für eine eigenthüm-liche gehalten, und scide rooniguo genannt hatte) nur Essigsaure sei, diewit einer thierischen Materie vermischt sei, zeigte Thenard 1802.
Die früheren Ansichten über die Bildung der Essigsaure sind ziemlich B-wung r°->.Unklar,- doch stimmen sie meistens darin unter sich überein, daß man an-Unhm, es trete einer geistigen Flüssigkeit bei ihrer Umwandlung in Essig3ur Nichts zu, diese Veränderung beruhe lediglich auf einer Umsetzung derBestandtheile der Flüssigkeit, nicht aber auf Verbindung mit einem anderen