Band 
Vierter Theil.
Seite
336
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Essigsäure

336 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

Körper. So sagt BasiliusValentinus in seinem Tractat »von demgroßen Stein der uralten Weisen» über diese Veränderung: »Obwohl ebendie Materia vor Augen, so zuvor in dem Gefäß gewesen, so hat es dochviel ein ander Eigenschaft überkommen, dieweil es nicht mehr Wein, so"'dern durch die kntrelaction und Faulung der stetigen Warme trausmntirtund zu Essig worden«. Nachher nahm man an, der Weingeist werde durchAufnahme salziger Partikeln (namentlich des Weinsteins) zu Essig. Bechermeint in seiner kli^siea suliterranea (1669), der Essig unterscheide sichdadurch von dem Weingeist, daß der erstere mehr salziges (saures), derletztere mehr schwefliges (brennbares) Element in sich enthalte; seidigviril oritur, cur» psrtes sulplnireae rareliunt, lermentsnt, et sudtilioressalinas partes secum sveliuiit, miscent, et rarelsciunt, c»m deinde ac-cedeirte ulteriori calore religuae sslinae Partes cpiorpie rareliunt, ace-turn prnducitnr. — ^.cetum Aravior lit (als der Weingeist) ol» admix-tas, excitatas et praedominsntes psrtes salirias, rprae sulpliureo spiritmadliaerent, eumgue tsmgiiani subtilem saponem, ant alcali, kaciunt. DerWeingeist gehe in die Zusammensetzung des Essigs mit ein, und Diejenige"seien im Irrthum, welche den Wein kochen, damit der Geist verfliege undder Rückstand um so schneller sauer werde; nam cum acetum mlxtvm sit,rpiod IINil tslitirm ex salinis, seil etiam ex sulpliureis partibns constat,male lit, si potiores aceti psrtes srceantur. Der Essig bilde sich auch-ohne daß Weingeist entweiche, und zwar werde der Wein selbst in einemhermetisch verschlossenen Glasgefaß zu starkem Essig, wenn auch nur lang-sam ; »am cnm extrioseco calore interna corpuseula saliua rsrelierl, acpsrtes sulpliuress circumdare, imo vincere delieant, lnng'ins tempusregiriritur. — N. Lerne ry glaubte wirklich in seinem Lours <le 66)-mie (1675), mit der Bildung des Essigs sei eine theilweise Verflüchtigungdes Weingeistes wesentlich verbunden, stimmte aber im Uebrigen mit Becherübereilt I,es vins deviennent ai^res par la dissolution <^ 1 > se lait delerir tartre rlaus mie seconde lermeutation; rette dissolution se kalt oi"iliusirement rpisml le vin commeiice ä vieillrr; il se lait cjuelrpie diss>^patiaii rles esprits les plus sudtils, rar le tartre s'introduisant a leurplsce, !I 6xe et il emliarasse le reste des esprits rpii sont rester danxle vin, err sorte ^u'ils ne laut plus auciiiie action. Oette üxation lait^ue le vin aigrissant diminue iort pen en rpiantite, et il ue se trouvegue dien pen de tartre dans les liarils ori I'ou a kalt le viuaigre. Spa-