346 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
erhellet daraus, daß man ein gut Theil brennenden spiriwm, durch einenbesonderen Zusatz, welcher keines Spiritus theilhaftig, davon scheiden und sel-bigen ganz verändern kann».
Den Unterschied dieses brennbaren Spiritus von dem Weingeist er-kannte Boerhave. In seinen Llementis ctiemise (1732) spricht er vonder Veränderung der Bestandtheile der chemischen Verbindungen (vergl.Theil II, Seite 348), und beurtheilt diese auch danach, ob ein Salz bei dertrocknen Destillation die Säure unverändert wieder fahren läßt- 8i scetumstillntitium sortissimum elrullieuäo cslcem plurubi eroserit, lüacgueluvrit isctum sscckarum ckictum 8sturni: eonstsbit (piiilem scidy sceti»tlrscto in elements pluinbi; verum guoties ssl tiic pluinbi cle retortoigne Destillat violeuto, nun rellllet nceti spirituiu, soll li^uorem sioAU-
Isrem, in i^ne inllsmrnsbilem.-kieri potest, ut nciilne sceti psrtes
guibusdÄNi pgrtibus plumbi sie säunentur, ut in ckestillstione renusntg se mutuo recellere, sack kacilius unitne 33scenck3nt. IssIIitur its^ue^ui putnret, gciäuin sceti attactu plumki itn luisse conversum in novnmliguoris inklnmmnliilis ^enus. Boerhave spricht in dem II. Theile seinesLehrbuchs auch von der Destillation des essigsauren Kali's, sagt aber hiernur, man erhalte dabei ein wahres Oel.
Später wurde das entzündliche Destillat aus dem Bleizucker wenigmehr beachtet. H. M. Rouelle erwähnt noch desselben, aber kurz, in sei-nem lablesu 3e I'onsl^se ctr^niigue (1774); vier Jahre später gab Mac-quer in seinem Dictionnsire <1e cli^inie nur an, nach Bucquet's Beob-.achtung erhalte man durch Destillation des Bleizuckers eine übelriechendeEssigsäure, welche viel schwächer sei, als die durch Erhitzen von essigsauremKupfer dargestellte. Erst 1805 wurde dieser Gegenstand wieder bearbeitet;Trommsdorff gab damals an, durch die trockne Destillation von essig-saurem Kali oder Natron werde eine Flüssigkeit gebildet, welche das Mittelzwischen Alkohol und wahrem Aether halte. Die Gebrüder Derosne,Apotheker zu Paris, untersuchten 1807 die eigenthümliche Flüssigkeit, welchedem aus essigsaurem Kupfer destillirten Essig beigemischt ist; sie fanden, daßdie stärkste aus diese Art erhaltene Essigsäure specifisch leichter sei, als dieschwächere, bei der Destillation zuerst übergehende, und daß jenes auf derBeimengung einer Flüssigkeit beruhe, welche specifisch leichter sei, als Wasser,und welche den Aetherarten ähnlich sei; sie nannten dieselbe Ltller p/i-o-gcetigue. Chenevix zeigte 1809, daß sich bei der Destillation aller essig-