Band 
Vierter Theil.
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Organische Säuren.

ln ihrer sogleich zu erwähnende» Arbeit, Venel habe sie für Salpetersäure B,,njw,in,»»„.ehalten; Mvnnet glaubte in seinem Trsite s»r I:, «lissnlativii Oes me-ts»x (1775), sie sei Salzsäure. Die letztere Behauptung wurde sogleichdurch Guyton de Morveaux, Durande und Maret und durch Ver-theilet widerlegt; derErstere betrachtete 1786, indem von ihm bearbeitetenchemischen Theile der KncvciopeOie metdoälgne, jene Säure als eine eigen-thümliche, die sich von der Weinsteinsaure dadurch unterscheide, daß sie nichtkrystallisier und daß sie mit Kalk ein auflösliches Salz bilde; er nannte sieaci-ie tortai-eux emp rreumstigne , welche Bezeichnung bei Aufstellung der^tiphlvgistischen Nvmenclatur (1787) in seiäe ;>vrot»rt»raux verändertwurde. — Fourcroy und Vauquelin behaupteten 1800, diese SäuresA unreine Essigsäure, was V. Rose d. I. 1807 widerlegte, welcher dieEigenthümlichkeit der brenzlichen Weinsteinsaure, wie er sie nannte, darthat.fourcroy und Vauquelin traten nun selbst dieser Ansicht bei. RoseMachte bereits darauf aufmerksam, daß sich bei der Destillation des Wein-steins zwei verschiedene Sauren zu bilden scheinen.

Die Traubensäure wurde von einem Weinsäure-Fabrikanten, Kestner Tr-ud-ns«».,.öu Thann in den Vogesen, entdeckt, und von Iohn in Berlin zuerst wissen-schaftlich untersucht und in seinem »Handwörterbuch der Chemie-- 1819 als"Saure aus den Voghesen-- beschrieben. Zunächst (1826) untersuchten sie^ay-Lussac und Walchner; Ersterer fand, daß sie fast gleiche Satti-gungscapacitat wie die Weinsäure habe. L. Gmelin legte ihr 1829 denletzt gebräuchlichen Namen Traubensaure bei. Daß diese Säure dieselbeZusammensetzung wie die Weinsteinsäure hat und doch von ihr verschieden*st< fand Berzelius 1830; es gab diese Erkenntniß die nächste Veran-lassung zur Aufstellung der Classe von Verbindungen, welche als isomere^zeichnet werden (vergl. Theil II, Seite 410 f.).

In Beziehung auf die frühere Kenntniß der Säure in dem Sauerklee-^ or-ls«»r,^sulz weiß ich nur anzuführen, daß die hier sich zeigende Säure anfänglich"üt Essigsäure, und das Salz, welches die sie enthaltenden Pflanzen geben,lange mit Weinstein verwechselt wurden. Auf das Erstere deuten die Be-Grschichlt der IV. 23