Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

Nennungen der Pflanzen hin, welche saures kleesaures Kali enthalten (scewss,scetosells, welches Wortes letzter Theil sich in dem französischen oseilie wie«der findet); das Andere geht aus den Behauptungen der Chemiker seit demAnfang des 17. Jahrhunderts hervor. So sagt Angelus Sala zu dieserZeit in seiner 'Isrtsiologis, ein sehr saurer Weinstein könne aus dem Saftedes Sauerampfers (scetosa) bereitet werden, indem man denselben mit Eiweißklare, filtrire und krystallisiern lasse. Spater wird dieses Salzes öfter erwähnt;so in den Pariser Memoiren für 1668 von Duclos, welcher damals vielüber die Zerlegung von Pflanzen arbeitete, 1675 von N. L emery in seinemCours c6)'mie, u. A., welche indeß wenig mehr anzugeben wußten, alsdaß es ein wesentliches Pflanzensalz sei. L.L emery sagte 1721 in einer Ab-handlung über die Analyse der Pflanzen, aus dem Sauerklee lasse sich einwesentliches Pflanzensalz ausziehen, welches dem Weinstein vollkommen ähn-lich sei; Boerhave erinnerte 1732 in den Llementis ciiemise seine Zuhörerdaran, daß er ihnen jährlich das Salz aus dem Sauerampfer, welches demWeinstein so sehr ähnlich sei, bereitet habe, und er beschrieb in dem II. Theiledieses Lehrbuches, wo er die chemischen Operationen abhandelt, die Darstel-lung dieses Salzes ausführlich.

Einer genaueren chemischen Untersuchung unterwarf diese Substanzzuerst Fr. P. Savary, dessen Dissertstio >1« saie scetosellse 1773 er-schien, aber wenig bekannt wurde. Er bestätigte den Alkaligehalt derselben,welchen vorher schon Marggraf (1764; vergl. Theil III, Seite 47 f.) er-wiesen hatte; er unterwarf das Sauerkleesalz der Destillation, und stellte dasneutrale und das vierfach oxalsaure Kali (durch Zusatz von Schwefelsäure oderSalpetersäure zu der Auflösung des Sauerkleesalzes und krystallisiren lassen)dar. Seine Untersuchungen zeigten, daß hier ein Alkali mit einer Säureverbunden.sei, aber die Natur der letzteren blieb unbestimmt. Die Eigen-thümlichkeit derselben zeigte 1779 Wieg leb; er beschrieb die Reactionenderselben , und machte namentlich darauf aufmerksam, daß sie kalkhaltigesWasser trübt. — Schon 1776 hatte Scheele durch die Einwirkung derSalpetersäure auf Zucker eine eigenthümliche Saure erhalten, welche Berg-man genauer studirte und in seiner Oissertstio cle scillo ssccksri (1776)beschrieb. Es wurde zwar weder hier, noch bei der späteren Herausgabe dieserArbeit in Bergman's gesammelten Schriften, Scheele als der Entdeckergenannt, aber schon seine Zeitgenossen bezeichneten diesen als solchen, undGähn, welcher mit Berg man wie mit Scheele genau bekannt war,