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Organische Säuren.
verschiedener Farbe niederschlagt, Tachenius 1666 (vergl. Theil II, Seite57)- Daß viele Pflanzen den Stoff in sich schließen, welcher Eisenlösungschwärzt, wurde besonders gegen das Ende des 17. und den Anfang des18- Jahrhunderts bekannt. Tachenius kannte bereits mehrere solcherPflanzen (vergl. weiter unten); Boyle nennt in seinen Mmoirs kor tkensturol experimental Iiistor^ ok mineral wsters (1685) in dieser Bezie-hung Gallapfel, Eichenlaub, Granatapfel, getrocknete Rosen, Mprobalanen,Rlauholz und andere adstringirende Pflanzen, Fr. Hoffmann sagt inseiner Schrift 3e elementis sguarum mineralinm recte stijuclicsnckis etex»minsn6i8, dasselbe, wie Gallapfel, leisten in Rücksicht auf das Schwarzeneisenhaltiger Wasser auch folis zpiercus, klares lislsustiorum, cortices grs-Ustorum, extrsctum licrkse tliee et tormentillae.
Obgleich schon Geber den Granatapfelsast zu den Sauren gerechnet zuhaben scheint (vergl. Seite 331), waltete doch lange die Ansicht vor, derGalläpfelsaft schlage durch einen Gehalt an Alkali das Eisen und andereMetalle nieder. So meinte Tachenius in seinem Hippocrstes ck^micus(1666), indem er die Wirkung anderer adstringirender Pflanzen mit derber Gallapfel verglich: 8,'mili slcali volstlli, et occullo, sinimlsnt gusmpsurims veAetsdilis, ot sempervivum mssus, salvia, ^rsustorum corti-«juse omoia (mit schwefelsaurem Eisen zusammengebracht) vitrioli sci-'lum sbsumunt et colcotlisr ckesiciuut plus minus ni^rum. AehnlicherTsuficht war L. Lemery in einer Abhandlung, welche in den Memoiren^r Pariser Akademie für 1707 steht, und über die Vitriolarten und dieEntstehung der Dinte handelt; auch er meinte, die Gallapfel seien absorbi-kender (alkalischer Natur), und deshalb werde durch sie das Eisen aus seinerLösung ausgefällt, und sei dann darin mit seiner natürlichen, das sei derschwarzen, Farbe enthalten. Daß die Galläpfel als absorbirende Substanz*vwken, lasse sich daraus erweisen, daß sie zu Metalllösungen gesetzt dieseebenso niederschlagen, wie Weinsteinsalz, Salmiakgeist, Kalkwasser u. dergl.^'ese letzteren Substanzen fallen nach Lemery das Eisen deshalb nichtschwarz, weil sie des schweseligen Bestandtheiles entbehren, welcher in den^alläpfeln enthalten sei, und ohne welchen ein absorbirender Stoff die SäureZwischenräumen des Eisens nicht vollständig entziehen könne; Beweis^sur sei, daß jene absorbirenden Körper mit Schwefel verbunden (Kali- oder^lkschwefellebec) den Eisenvitriol wirklich schwarz fällen. — Dieser Mei-"vng entgegen vermuthete zuerst Bergman in seinen Anmerkungen zu
Gallussäure.