Band 
Vierter Theil.
Seite
368
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368 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

Scheffer's Vorlesungen (1775), in den adstringirenden Substanzen mögeeine vegetabilische Säure enthalten sein, und Morveau, Maret undDurande gaben wirklich in den von ihnen (1777) herausgegebenen Klo-Ens <le cliymie an, bei der trocknen Destillation von Gallapfeln sublim!"ein Körper, welcher die Eisenauflösungen schwärze, und sich als eine wahreSaure erweise. Rehius suchte dann (kroleAomeus In pbarmacoloAlawreAni veAetsbilis; 1783) diese Saure auf die Art reiner zu erhalten, daßer den abgedampften Galläpfelextract mit kaltem Wasser behandelte; derAuszug brause nun mit kohlensauren Alkalien, und zeige die Eigenschafteneiner Saure. 1786 gab endlich Scheele die Methode an, den wässerigenExtract der Gallapfel der Lust auszusetzen, und aus dem sich bildendenBodensatz durch Umkrystallisiren die reinere Gallussäure darzustellen. —Auch die Eigenthümlichkeit dieser Säure bezweifelte Bouillon-Lagrange1806, und hielt es für wahrscheinlich, daß dieselbe aus Essigsaure, Gerbestoffund Extractivstoff bestehe.

Scheele machte schon darauf aufmerksam, daß die Gallussäure beider trocknen Destillation einen Sublimat gebe, welcher gleichfalls den Eisen-vitriol niederschlage; er berichtet diesen letzteren Umstand als etwas Merk-würdiges , und scheint also den Sublimat nicht für eigentliche Gallussäuregehalten zu haben. Dies schlössen auch nach Scheele' s Versuchen meh-rere andere Chemiker; so Berthe llet in seiner 8tstigue clümigue (1803).Andere hielten die sublimirte Säure für reine Gallussäure; so Fourcropschon 1794 in seinen Kiemen« rl'liKtoire naturelle et rle clilmie, und diemeisten Chemiker, namentlich Berzelius 1814, welcher zuerst die quanti-tative Zusammensetzung der Gallussäure zu bestimmen suchte. Einen Unter-schied zwischen der sublimirten und der eigentlichen Gallussäure fand Bca-connot 1831, was Pelouze 1833 bestätigte.

Die (zuerst als Tannin oder Gerbestoff benannte) Gecbesäure unter-schieden Deyeux (1793) und bestimmter Seguin (1795) als eineneigenthümlichen Körper.

Eines als Honigstein bezeichneten Minerals wird schon in mineralogi-schen Schriften des 16. Jahrhunderts erwähnt; »IVIelltites, Honigstein«nennt Ag ricola in dem worterklarenden Register zu seinen mineralogischenWerken; in seiner Schrift 3e ortu et csusis sudterrsneorum sagt er da-von: ex rsxo calcis orltur s/prum, melltites, Aalactites, alligue Ispiäes,