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Leichte Metalle und spröde unedle schwere Metalle / Leopold Gmelin
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L i t ti i u m.

säure durch stärkere Hitze, pulvert den trocknen Rück-stand, zieht ihn mit heifsem Wasser aus, seiht durch einLeintuch, auf welchem der meiste, wiederholt zu waschendeund auszu|>ressende, Gyps bleibt. Man schläft aus der liltrirteil Flüssigkeit durch Vermischen mit kohlensaurem Ammo-niak oder Digestion mit kohlensaurem kalk die Alaunerdenieder und fdtrirt. Entweder schlägt man dann nach Rmi-zemus (Lritrhuch) den Kalk durch kleesaures Ammoniak nie-der, fdtrirt, dampft ab und glüht, wo schwefelsaures Lithonbleibt. Oder man dampft das Filtrat zur Trockne ab, glühtden Rückstand, zieht ihn mit Wasser aus, welches denmeisten Gyps zurücklässt, schlägt die Auflösung durch C'sig-sauren Baryt nieder, fdtrirt, dampft ab, glüht, und kochtdie gepulverte Masse mit Wasser aus, welches das kohlen-saure Lithon löst, und kohlensauren Baryt, kalk und Bitter-erde ( die vom angewandten kalk herrührte J zurücklässt.Jliis Wässer nimmt von der kohlrnsauren Hittererde ein wenig auf, docherhält mau durch Sättigen mit Schwefelsäure und Krystallisiren reinesschwefelsaures Lithon, welches, wie bei 0 angegeben ist, in reines ver-wandelt werden kann. AltFVEDSON. Bkiitiiikii {Ann. Chim. Phys.59, 1S9) schmelzt im Kohlentiege! 1 Th. iSpodumeit mit 1,09Th. kohlensaurem kalk bei heftiger Hilze zu Glas, und ziehtdieses nach dem Pulvern mit Schwefelsäure aus, welche0,192 Th. schwefelsaures Lithon liefert.

3. Man glüht ein inniges Gemenge von 1 Th. Spodu-incn und 2 Tli. Bleiglätte bei starker Itolbgliibbitze bis zuinvölligen Schmelzen, giefst aus, löst das feingepulverte Glasin verdünnter Salpetersäure, welche Kieselerde ausscheidet,fällt das Bleioxyd durch Schwefelsäure, dampft das Filtratzur Trockne ab, löst den Rückstand in Wasser, fällt darausdurch kohlensaures Ammoniak Kalk und Biltererde, fdtrirt.dampft ah und glüht im Porcellanticgel. So bleibt schwefel-saures Lithon. 'QcesxeVIM.K (J. Pharm. 10, 194; hu cli N. Tr.22, l , 257).

4. Man glüht ein Gemenge von feingepulvertem Spo-dumen und kohle im Porcellanrohr in einem Strom Chlorgas.Die Zersetzung erfolgt leicht. Aus dem erkalteten Rückständezieht Wasser Chlorlithiiun. Skttkhhkug (3s, 4so).

5. Man glüht ein Gemenge von 1 Th. Lepüfotifh und2 Th. kalk 2 Stunden lang stark roth, zerslöfst die weifs-graue Masse, reibt sie mit Wasser zu Brei, fügt hierzu solauge kleine Mengen verdünnter Schwefelsäure, bis die Flüs-sigkeit schwach sauer ist, bringt die mit mehr Wasser ge-mengte Masse auf den Spitzheutel, und wäscht aus,thcilwcise ab, lallt aus der vom ausgeschiedenen Gyps ge-trennten Flüssigkeit kalk, Alauuerde, Eisen und Mangandurch kohlensaures Natron, dampft weiter ah, und fällt ausder kochenden concentrirten Flüssigkeit durch, in der dop-pelten Wasserinenge gelöstes, kohlensaures Natron das