B arytkrystnlle.
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krystallc im Silbertiegel bis zum Glühen. — Weifses Pulver,oder geschmolzene weifse Masse, von krystallischein Gefüge;bei gelinder Glühhitze zu einem üele schmelzend.
Berechnung.
BaO 7«,0 89,5
_UO_9_10^5_
BaO,lIO 85,0 100,0
Verliert durch heftiges Glühen nichts von seinem Wasser,«nfser sofern Kohlensäure an dessen Stelle tritt, Buciiolz u.Gehlen ov. Gehl. 4, 258 ); zeigt im stärksten Gebläsefeucr Ge-wichtsverlust, AlUCII. Zieht sich, auf Kohle geglüht, unter Schmel-zen und (von Zersetzung des Wassers herrührendein) heftigen Kochenin dieselbe, eine harte Masse bildend. Bkrzki.ius.
ß. liarytkryslalle. — 1. Man löst Baryt, nach 1, 2oder 3 bereitet, in heifsem Wasser und lässt krystallisiren.
Man kann zu diesem Zwecke 1 Th. Salpetersäuren Baryt mit 1 bis 2 Th.Schwerspathpulver mengen und glühen ; die Masse bläht sich auch beiraschem Erhitzen nicht auf. Mona ( Ann. Pliarm. 27, 27). — Oder manglüht I Th. salpetersauren Baryt mit ‘/, bis */ s Th. Eisenfeile bis zurvölligen Zersetzung. Artus (_J. pr. Chem. 0, 172); Wittstkin (tlepert.05, 859). — 2. Man kocht das durch Glühen von 4 Th. Schwcr-spath mit 1 Th. Kohle erhaltene und in Wasser gelösteöchwefelbaryum mit 1 Th. Kupferoxyd, bis die Flüssigkeitvöllig entfärbt ist, und, bei überschüssiger Essigsäure, Blei-salze nicht mehr fällt, iiltrirt vom Schwefelkupfer ab undlässt krystallisiren. Bakcet, A. Vogel ( jv. Tr. 3, 2, 545).l*ic Flüssigkeit hält etwas Kupferoxyd gelöst. II. Hosk (Pogy. 12, 78).— 3. Man schlägt aus wässrigem salzsauren, salpetersaurenoiler essigsauren Baryt durch Kali in der Kälte Barvtkry-stalle nieder, welche man so lange mit eiskaltem Wasseroder mit Weingeist aussiifst, bis alles Kalisalz entzogen ist,dann in heifsem Wasser löst und krystallisiren lässt. AneiiyeU. Daucet (A. Gehl 3, 325); KmCHIfÖFF (A. Gehl 4, G58)j Pes-sina (Bragn. Giorn. 17 , 205). — Wasscrhellc, 4seitigc oder ge-drückt Gseitige, mit 4 Flächen zugespitzte Säulen. — l)icKrystallc, auf 100° erhitzt, schmelzen, verlieren Wasserund lassen eine weifse zerreibliche Masse, welche 20,07Proc. £2 At. ) Wasser hält; diese, im Tiegel geglüht,kommt unter heftigem Aufschäumen in Fluss und lässt ruhigschmelzendes Barythydrat. Smith (i»/«7. mag. o, 87; auchPogg. 39 , 190 ). Der Verlust der Krystallc beim Glühen be-trägt 50 Proc. Buciiolz.
Uercclinung. Smith. 11. I’hili.ips, Noad. II. Kosk. 1)ai,ton
BaO 70,6 49,01 48,21 47,28 40,94 40,00 30
»H O 81- 5 1,3 9 51,79 52,72 53,34 70
BaO, 9Aq 157,0 100,00 100,00 lOÖÄK) TÖÖTh) -io'oTÜi HÜ>
II. Kosk und Noad nehmen zufolge ihrer Analysen 10 At. Wasser iuden Krystallen an; doch müsste cs dann 54 l»roc. betragen; auch gibtNoad zu , in den ihm von Smith zugesandten nur 9 At. Wasser gefun-den zu haben; es bleibt daher zu entscheiden, ob die wasserarmem