B ii r y u in.
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Krvstalle Wasser verloren haben, oder, was wahrscheinlicher ist, obdie wasserreichem Mutterlauge eiugescblossen halten.
7 . Baryhcnsser. — Das Barythydrat löst sich in 20 Th.kaltem, in'2 kochendem Wasser auf. H. Davy. 1 Tb. trock-ner llaryt löst sieb bei 13° in •'!•), I>ei 47° in 7,5 und bei 70° in 5,(1 Tb.Wasser. Osann. — Farblose Aullösung-, nicht durch Weingeistfällbar, welche sich an der Luft mit Häuten kohlensaurenBaryts überzieht, und zuletzt zu reinem Wasser wird.
b. Ulit den Säuren bildet er die Barylml-ze. Der Barythat zu vielen Säuren von allen salzfähigen Basen die gröfsteAffinität. — Zur Darstellung der übrigen Harytsalze dientseltner der Witherit, gewöhnlich der reichlich vorkommendeSclnverspath, den man durch Glühen mit Kohle in Schwe-1‘elbaryum Aerwandelt, welches, in Wasser gelöst und tiltrirt,durch die Säure, deren iSalz man bilden will, zersetzt wird.Die Barytsalze sind von allen Salzen der Alkalien die spe-ciiisch schwersten; sie sind farblos, wenn die Säure nichtgefärbt ist; die löslichen zeigen giftige Eigenschaften. —Viele Barytsalze ertheilen der Weingeistllamme eine grün-gelbe Farbe. Die meisten lösen sich nicht oder kaum inWasser, aber alle, mit Ausnahme des Schwefelsäuren Ba-ryts, in verdünnter Salz-oder Salpeter-Säure. — iiaryisaizc,
welche keine Metallsäure lullten, mit koblcnsaurcm Natron in her äufsernLöthrohrllamme auf I’latinhlech geschmolzen, bilden ein durchsichtigesGlas, welches sich beim Erkalten trübt j auf Koble geschmolzen, ziehtsicli das Gemisch in dieselbe. (Unterschied von Kalk und Erden, welchesich nicht im kohlensauren Natron lösen un I welche auf der Kohle Zu-rückbleiben.) I’i.attnkb c J. ]>>■. Chem. Iß, 407). — Die in Wasser
oder Salpetersäure aufgelösten Barytsalze geben auch insehr verdünnter Gestalt mit Schwefelsäure und mit schwefel-sauren Salzen einen weifsen, feinpulvrigen Niederschlag,• bei grofscr Verdünnung oder Säureüberschuss erst nach eini-ger Zeit, der sich in Salz- oder Salpeter-Säure nicht löst.
Auch die wässrige Lösung des schwefelsauren Kalks fällt die Haryt-salze. — Eine Lösung von salpetersaurem llaryt, welche auf 1 Th. llaryt85000 Tb. Wasser hält, trübt sich mit Schwefelsäure oder schwefel-saurem Natron stark, bei 50000 bis 100000 Th. Wasser schwach, bei800000 bis 400000 Tb. erst nach eiuigen Minuten, bei 800000 Th. nichtmehr. Lassaignf. (J. C’/tiin. metl. 8, 530). Eine Lösung von salzsauremllaryt, welche auf 1 T|i. llaryt 71000 Th. Wasser hält, trübt sich mitSchwefelsäuren! Natron iu V, Stunde. Habting ( ./. Chem. 33, 50).
— Kiesel(lnsssäure gibt mit Barytsalzen nach einiger Zeit einenkrystallischen, in Salz- und Salpeter-Säure fast unlöslichenNiederschlag. Eine Lösung von salzsaurem llaryt, welche 1 Th.Baryt auf 3800 Th. Wasser hält, gibt mit Kieselllusssäure noch eineleichte Fällung. Harting. — Einfach - kohlensaures Ammoniak,Kali oder Natron fällt die gelösten Barytsalze in weifsen,in Salz- oder Salpeter-Säure unter Aufbrausen löslichenFlocken. Zweifach-kohlensaures Kali fällt ihre concentrirtere Lösung,nicht die sehr verdünnte, aufser beim Erhitzen. _ Bor<lX gibt nur
hei einiger Concentration, halb-pliosphorsaures oder arsen-