11 a r y u m li y p e r o x y <1.
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saures Natron auch bei grofser V erdiinnung weifse Flocken,in «alz- und Salpeter-Saure leicht löslich. Einfach-phosphor-saui'es Natron fällt sie nicht. — Iodsuui'Cs Natron fallt aus ihnenden Baryt vollständig, als iodsauren, als weifses körnigesPulver, leicht in Salzsäure löslich. — Chroinsaures Kali falltdie Barytsalze gelb und auch bei grofser Verdünnung voll-ständig. — Einfach-kleesaures oder weinsaures Ammo-niak, Kali oder Natron gibt mit ihnen weifse, in verdünn-ter Salzsäure lösliche Niederschläge. — Freie Kiecsäure undzweifach-kleesaures Kali fällt hlofs aus concentrirten Lösungen nacheiniger Zeit krystallischen zweifach-kleesauren llaryt. llcrnsteinsaureAlkalien fällen die concentrirten Lösungen sogleich, die verdünnten erst
nach einiger Zeit. — Wässriges Einlach-Cyan-Eisenkalium fälltdie Lösung, wofern sie nicht zu verdünnt ist, gelbweifs. —
Ueberchlorsäure und Hydrothion-Aninioniak fällen nicht die Barytsalze.
c. Mit einigen Erden und schweren Metalloxyden. —d. Mit einigen (Stoffen des organischen Reichs.
B. Bavyumhyperoxytf. BaO*.
Baryt, in einer Glas- oder Porcellan-Röhre bis zumschwachen (Rühen erhttzt, absorbirt das durchgeleiteteSauerstoffgas schnell, Gay-Lussac u. Tihcxahd, und zwar,wie Tiiknaiiu (An», ci,im. Pht/s. s, 303) vermuthete, und Ram-mki.sbeuc ( Po,/,/. 44 , bestätigte, nimmt 1 At. Baryt hierbeinoch 1 At. (Sauerstoff auf. — Darstellung. 1. Nach Thkxahd(i, 527). — 2. Man streut auf schwach glühenden Barytchlorsaures Kali nach und nach in kleinen Mengen. Hier-durch kommt der Baryt ins Glühen. Man kann die erkalteteMasse durch Waschen mit kaltem Wasser vom beigeineng-ten Chlorkaliuin befreien, dann bleibt Baryumhyperoxyd-hydrat bei gewöhnlicher Temperatur an der Luft zu trock-nen Lieuic 11 . WüllLKIl (Potjil. 26 , 172). — (Iuhsnkvii.i.k (A»h.CI,im PI,us 3(1, 108; auch Poi/fl. 10, 620) glüht Salpetersäuren Barytin einer 'mit Wclter’scher Sicherheitsrohre versehenen Porcellanretorlenur so !an»c bis sich keine Untersalpetersaure mehr, sondern blofs noch
Nauerstofl-gas entwickelt; der Hockstand ist Hyperoxyd , frei von Sal-petersäure. LHierbei möchte salpetrigsaurer Baijt erhalten werden.!
Berechnung.
11a 68,6 81,03
2 0 1«_*3>»1
BaO 2
84,6
100,00
Das Hyperoxyd ist dunkler grau und etwas schmelz-barer, als (las Oxyd. Gay-Lussac u. Thkxahd. ~ Verwan-delt sich in heftiger Hitze unter Entwicklung von Sauer-st off oms in Barvt; zersetzt sich mit warmem Wasser inNauerstoffu-as und Barytwasser; mit kolilensaurcm Gas inNauerstoff ,r as und kohlensauien Baryt ^ mit W assei stoffgasbeim ErhiTzen, unter Funkensprühen, in Barythydrat. Au?-hentziehen ihm Kohle, Boron, Phosphor, Schwefel und Me-