» 646 Dkitter Theil/deß VstmndWest-Indischen/ _ ^
Allenthalben sahe man die schönsten Ge-1 BäWwitz.Was fehletdoDimm^,mählde/ und Kriegs Geschichte/so mitlebhafften Farben gepinselt / und vonGolde glmtzten. Irr dem grösserenSchloß-Saal giengen bey sechs tausendMenschen zu Tisch.
Innerhalb angezeigter Maur/wo-mit die gantze Burg umgeben / fand mansehr viel grüne Lust-Gärten / und Blu-membunteWiesen/deren theils mitObst-und andren fruchtbaren Bäumen/besetzt.
In solchen Lust-Wäldern liess allerleyWild umher/ als Hirschen/ Rehe/ Bie-fem-Thiere/ Gemsen / und dergleichen.
Gegen Mitternacht waren unterschied-liche Weiher / darinnen allerhand deli-cate Fische behalten und gesveiset wur-den. In selbigen Fisch-Pfuhl gieng einFluß ein / und wieder aus: doch war sowol der Ein-als Ausfluß mit einemeisernem Gatterwerck durchschossen/auf daß die Fische nicht kunten davonschwimmen.
Eine Welsche Meil ausserhalb derBurg lag ein Berglein/ hundert Schrit-te hoch/ dessen Umkreiß eine Meil weit.
Auf selbigem Berge/ stunden allerhandgrüne Bäume r inmassen der Käisermancherley Gattungen von Bäumen/aus den fernesten Provintzen / durchElephanten / dahin bringen ließ. Dennes wurden solche Bäume/ mit samtderWuryel/ aus der Erden gezogen / undauf selbigen Berg verpflantzet. Undweil derselbige immerdar grünete/nann-te man ihn den grünen Berg. Obenauf der Höhe befand sich ein auSbündig-fchöner Palast / mit grüner Farbe ange-strichen: darinnen derGroß-Kömgzumvisiern sich erlustirte. O/
Ftoris. Weil Venecus deß Flusses
gedruckt; mag man daraus unschwer er-kennen/ daß das Palatium noch heuti-ges Tages an seiner alten Stelle stehe.
Srnnebald. Ja: waSdengantzenBegriff und Umkreiß desselben betrifft.
Aber unterdessen kan doch wol inwendigder Wohnvalaft deß heutigen Käisers
von dem alten unterschieden seyn. Wie i von oer^errncyreuoer ,
denn der^cias Sinicu; meldet/ diese Burg serlichen Ansitz-Stadt und WA jch/ diezu keicinZ sey ein Palast / darinnen viel! samen Bericht empfangen
andre Paläste begriffen. Und erhellet .^ ..""
solches auch aus der Erzählung deßHerrnFlorrs selbsten/ daß innerhalb der Mau-ren dieser herrlichenBurg so wol alteKäi-serliche Paläste / als ein neuer/ zu sehenseyen/ darin« der Käiser den Herren Ge-sandten Ost-Indifcher Compagnie fürfeinen Thron führen lassen.
(») Ä4. Vvrnu, I.».« A.
was ihrHertz wünschen mag! .....
Srnnebald. Es fehlet ihnen Nichts/ohn allein Alles: nemlich/die ErkeEniß deß wahren Gottes. Die alteUnesische Käiser felbften haben ihnen ^gebildet/ ihnen mangele / anvollkoniUner Glückseligkeit/anders nichts/die Unsterblichkeit: welche zuerlaEsie allerhand Mittel und ErftndMgenausgesonnen/ auch manchem Atrieger unterweilen das Ohre gebore»ja gar das Hertz eingeräumt/ uno^über grosse hochkostbare Thorheitengangen. Einer mit Namenihm deßwegen einen Palast lassen UAst?bauen / von lauter wolriecheudemwerck: nemlich Cedern/ Cypressen^^..pher; und andrem dergleichen:man / auf die zwantzig Stadia wen/"Geruch gar leicht und lieblich uecvekunte.
In demselbigen Palastferner Thurn/ auf sein Befehl /aM
richret/welcherzwantzigMIuchE
und einWerck gewesen/ dafür
müssen erstaunen. Von unten
die öberste Spitze /hat man emeSE
cken-Stegen können hinanster/m A
da fand sich ein gewaltig-grosses
von Kupffer / so nach der Ffrm EMenschen-Hand gegossen / darinnen ^täglich den allerreinesten Tau aufssIn sochanem Thau deß Himmels p^^kc^te und weichte er Perlen ein/ als Emeinte Artzeney deß ewigen Lebens,durch er die / von den Betr.ege«^versprochene / Unsterblichkeit Mdzuwege« bringen. Uberdas hat ss^ir)selben Palast so köstlich und PÄMsezieret / daß aller SineMen,Ag/ihre Paläste/ biß auf den heuM/ rFgegen solchen Glantz undPrE^-ein Schatten gewesen. 0 ) And^heitm zu geschweige». ^ also/
Basilowitz. Nachdem EiKai-von der Herrlichkeit der SmE^ M ^
serlichen Ansttz-StadtundPE!ch/die
samen Bericht empfangen rV/MMHerren werden auch / wegen MsteNlichen Residentz-nnd allerEalteNHauptstadt ^nlclnZ, wie an«/.^ gn^Käiferlicken Burg daselbst / ^ ..
sttge Verheiffung erfüllen. . säistk^
Smnebald. Was das ^^vB
che Schloß betrifft; besorge iw/ ^d«
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