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lich viele Mangel könnten sie durch diese spottwcise von ihnen „ge-lehrte Bauern" genannten Männer selbst in diesem ihrem säst aus-schließlichen Lcbcnsbcrufe noch erkennen lernen, z. B. daß an vielenOrten lange nicht tief genug gepflügt, selten gewalzt, unzweckmäßigeFruchtfolge gewählt wird, und daß bei gehöriger Behandlung desDüngers dieser noch weit produktiver, als seither, benutzt werde.(Doch dieses strenge genommen hierher nicht Gehörige nur beiläufig,da es ja gleichfalls das erhöhte Wohlsein unserer Landleute bezweckt).
Sein Wirken ist, wie das bei Bergbewohnern gewöhnlich, baldsehr mühsam und dies weitaus zum größten Theil, bald aber wiederbequem, ja sogar vergnüglich, und bei aller, mitunter wahrhaft rüh-rend in dem fleißigen Kirchenbesuch sich aussprechcnder Religiosität,doch auch die Kirchweih und sonstiger Feiertage ob des Vergnügenshoch haltend. Er arbeitet ohne Murren und Klagen; kaum grautder Tag, so stehen auch schon die Pferde, Ochsen und Kühe an-geschirrt im Hof, fort gehts hinaus ins unebene Felv und erstspät Abends kehrt er wieder heim, um noch die Hofgeschäftc zubesorgen; in der dunkeln Nacht erschallt der einförmige Takt derDreschflegeln und der Tag bringt, trotz nur weniger Stunden Schlafs,seine gewöhnliche Last und Arbeit; aber er verschmäht es auch nichtja liebt es in einem, leider nur zu häufig seine Verhältnisse über-schreitenden Grade auf Sonn- und Feiertagen beim Glas Wein und,wo er es nur erübrigen kann, Werktags beim Gläschen Schnappsoder Seidel Bier sich ein Gutes zu thun. Am beschwerlichsten sindnatürlich seine in Holzfällen, Schichten und Fahren bestehenden Win-terbcschäftigungen und leider auch weitaus am prekärsten, und deß-halb durch die Menge sich darbietender »nissiger Stunden für seinemoralische Kraft am gefährlichsten. Man kann es ihnen zum Lobenachsagen, weitaus die meisten Bewohner des Odenwalves sind vollmannhaften biederen Ehrgefühls, sie ziehen dem Betteln männiglichdas wohlthuende Bewußtsein vor, durch Anspruchslosigkeit und Ge-nügsamkeit im bescheidenen Familienglück, durch Vertrauen auf dieeigne Kraft, trotz der Geringhaltigkeit ihrer Erwerbsquellen, Nie-manden als sich selbst etwas zu verdanken zu haben und hierdurchdem Drückenden, Geisttödtenden, Entmuthigten der eigentlichen Ar-muth zu entgehen. So gerne man dieses zugesteht, so zeigt sich dochbei den ihnen bis jetzt noch zufließenden Nahrungsquellen der Man-gel an dauernd lohnendem Verdienste, vornehmlich zur herben Win-