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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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unsere Holzwaarm-) Gewerbe gehören, deren Wertherhöhung instaatswirthschastlicher Beziehung von so erfreulichem Einfluß, wie

und nach alten Chroniken wenigstens von Gelnhausc» bis zu ihrerMündung früher auf dem Rücken ihres klaren helle» Wassers befrach-tete Kähne >rng. Würden die reiche» natürliche» Wasserkräfte diewrGegend zur Gründung gewerblicher Anlage» zu Wasserwerke» benutztwerden, wie jede solche in England, der Normandie, in Belgien, denArdennen und dem Elsaß, wie in Rheinprcußcn so viele, so könntedaS Kinzigthal zweifelsohne die doppelte der jetzigen Einwohnerzahlin thätigstem Gewerbsflciße ernähren und eine der reichsten GegendenDeutschlands sein. Die Kinzig durch ihren außerordentlich raschenFall, wie von der Natur für den Betrieb der ergiebigsten Industrie-zweige, zur Gründung des Reichthums Vieler, des nachhaltigen Wohl-standes ganzer Stände und des Auskommens per Masse der Bevölke-rung, geschaffen, sichert dermalen kaum 20 Familien, mit Ausnahmeder Bewohner HanauS, ihre Existenz! Statt daß ihre Wasser eineMenge von Wasserwerken, Färbereien, Gerbereien speist, an welchensich Masse anderer von Wasserkräften nicht abhängiger, Handels- undGewerbszweige und eine Steigung der ganzen Bevölkerung zu gewerb-lichen Anlagen anreihte, die auf den landwirthschastlichcn Wohlstandhinwieder in engeren und weiteren Kreisen zurück wirken würde, fließtsie völlig unbenutzt von Aufenau bis Gelnhausen, von der Gegendvon Biebles bis oberhalb Hanau! Erstere Strecke beträgt etwa 3, letz-tere mehr den» 4 Stunde» und überdieß durchstießt sie auf diesergrößtenteils eine waldige Gegend, wo der Ankauf von Grund undBoden jedenfalls höchst billig, dieser wie etwaige Wasserberechtigungenfast gar keine Hindernisse der Gründung von recht zahlreichen Gcwcrbs-etabliffements in den Weg legen würde. Das Herz blutet einem,wen» man sieht, wie viel noch hier in dem Kinzigthal allein zur Ver-besserung des hessischen Nahrungsstandcs, vor Allen, zur Erweiterungder Gewerbs- und Handlungsquellen unseres deutschen Vaterlandes ge-schehen könnte. Dieses nur ein Beispiel. So auch leider in ähnlichem,wenn anch nicht so hohem Grade bei vielen Wasserkräften unseresGroßherzogthums, wo ebenfalls noch so wenig wahrhaft benutzte Bächeund Flüßchen sich finden, diese höchst selten die ihnen angemesseneBreite und ein richtig vertheiltes Gefälle besitzen. Viel ist schon ge-schehen, aber noch immer winden sich die meisten unserer Bäche inunzähligen Krümmungen durch Wiesenfeldcr und Wälder hin, sind ste-ter Verstopfung, Aufstauung und Uferabbruch ausgesetzt, Versumpfun-gen entstehen und nicht selten fehlt jegliche Vorrichtung, bei starkenFlnthcn dem von den Höhen hcrabströmenden Wasser einen schnellenund unschädlichen Abfluß zu verschaffen. ES würde hier eine Verwen-düng von Geld- und Meuschenkrästen um so lohnender sein, um sogerechtfertigter erscheinen, als Wasserkraft an sich jederzeit schon die