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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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Produkten und Naturkrästen, deren Dasein jederzeit Vortheile ge-währt, welche menschliche Arbeit und Einsicht oft gar nicht, oder nurselten ohne größeren Aufwand eigner Kräfte zu ersetzen im Stande ist.

dorther auf einmal erhalten. Fürwahr es giebt eine Masse Artikel,Waaren, die von momentaner Theuerung eben wegen ihres unbe-grenzten AbsatzcS auf der ganzen Erde, nicht entfernt berührt werden.Rasches Handeln muß das Losungswort sein; wo ein Unternehmenmit praktischem Sinn, angemessenen, geistige» und klingenden Mittelnmit entschiedener Willenskraft „nur Vorzügliches zu leisten" gegründetund geleitet wird, da läßt der gute Erfolg und das Gedeihen sicherlichnicht auf sich warten. Die Gründung größerer Gewerbsetablisscmentskönnen wir oft gar nicht umgehen, wollen wir die Mitwerbung in derHerstellung von Erzeugnissen bestehen, welche mittelst des ausländischenGroßbetriebs seither auf die Märkte gebracht wurden. Sie erscheinenkeineswegs als die verhängnißvolle Ursache des Pauperismus, vielmehr(wie als wesentliche Folge des Fortschrittes der Industrie, so) als eineder ergiebigsten Nahrungsquellen für die arbeitenden Klassen, sowohli» Folge der Verzehruug als der dargebotenen Gelegenheit zur Arbeit.Nur sobalv ihre Entstehung zu rasch, ihre Masse zu unverhältniß-mäßig gegen die mittlere Industrie ist, oder sie eine falsche oder un-vorsichtige Richtung gciiommcn, werden sie partielle Leiden erzeugen,zu deren Milderung und wo möglichen gänzlichen Beseitigung oben-genauntc Mittel wohl vor Allem beitragen. Die Fortschritte welchedas westliche Ausland in der möglichsten Benutzung vorhandenerWasserkräfte geleistet, sind von höchster Bedeutung. Auch bei unssind schon ganz erhebliche Schritte zur allmähligcn Ersetzung der al-ten Mahlmühle» durch Kunstmühlen, welche vermöge ihrer vorzüg-licheren mechanischen Einrichtung weniger bewegende Kraft als unserealten Mühlen zur Leistung einer gegebenen Wirkung erfordern, theilsdurch Anbringung verbesserter Aufzugschützen, Mühlrinnen und Mühl-räder an den Kunstmnhlcn, an Spinnereien und andern Fabriken ge-schehe» und sind uns hierdurch viele Wasserkräfte zur Verfügung fin-den Gewerbsflciß geworden, da von jenen Kunstmühlcn viel wenigerzur Erzeugung unsers gesummten MehlbedarfS nothwendig sind, alsvon jenen alten unvorthcilhaften Mahlmühlen. Dieses Resultat wirdjedoch vorzugsweise durchgreifend schnell mittelst Verbreitung mechani-scher Kenntnisse i» den Gcwcrbschulen bewerkstelligt werden. In allenThälern wird man streben, die vorhandenen fließenden Wasser aufdas zweckmäßigste und ökonomischste im vollsten Maße zu verwenden;überall wird mau von den, übersichtlichen Standpunkte, welchen eingewerbswissenschaftlichcr Unterricht darbietet, bei der Anlegung vonWehren, Führung von Mühlkanälen rc. ausgehen und ein größeresGanze im Auge haben; man wird darauf sehen, wie man einer Stadtoder Gegend dadurch die größtmöglichste Summe von Wasserkraft vcr-