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durch eine Kriegsmarine, nicht einmal durch den Besitz einer Han-delsflotte begünstigt und doch hat er, (wäbrcnd mir in looo Darm-
findsamkeit und vor Allem an Tüchtigkeit der Arbeit alle andere Natio-nen und was bei irgend einem andern noch so fern wohnenden VolkeNeues, Vorzügliches aufkam, bürgerten sofort sie auch in ihre betrieb-same Mitte. In welch' erfreulichem Grade all' die genannten Handcls-und Gewerbsstädte mittelst ihres Reichthums und die Benutzung des-selben die schöne Künste belebten, davon geben die noch aus jenerZeit uns überkommenen herrlichen Denkmale deutschen, thatkräftigen,biederen Bürgerst»nes: die imposanten Dome, die noch vorhandenenBildhauer- und Bildgicßcrwerkc, nicht weniger die schätzbaren Gemäldeund andere Kunstsachen sprechende Belege. Wie tüchtig der Bürger,so züchtig und fromm die Bürgerin. Ließen sie es sich gut sein, wurdeauch der Armen wie der Kirche gedacht. Ihm verdanke» allein dieMasse aus jener Zeit uns überkommenen frommen Stiftungen, wiedie herrliche» gothischen Kathedralen ihr Dasein. Mit den Beiträgender wackern Bürger, die, sparsam im Erwerb und haushälterischin ihrem Privatleben, freigebiger als Fürsten waren, wo es den Schmuckihrer Städte galt, allein wurden jene erhabenen Gottesbauten geschaf-fen, deren kunstvolle Steinmetz- wie Schnitzarbeit, Gemälden und an-deres Schmuckwerk für alle Zeiten Erstaunen werden erwecken. Mitwelch würdiger und gediegener Pracht sind sie und die Versammlungs-säle in Nathshäuscrn, Gerichtshöfen und andern öffentlichen Ortenverziert! Einem tüchtigen deutschen Bürgerstande schulden wir daherdie Belebung des Gcwerbflcißes und mit ihm, daß deutsche Kunst imMittelalter so fröhlich gedieh und auf so hohe Stufe emporschwang.
Es wurde schon oben der Vortheile unserer geregelten Jetztzeitim Vergleich zu jenen mittelalterlichen anarchisch politischen Verhält-nissen gedacht. Warum soll diese schöne Zeit eines sorgenfreien Nah-rungsstandes nicht wiederkehren können? Immer mehr nnd mehr Län-der werden mit Trieft, dem immer mit jedem Jahr kräftiger aufblü-henden deutschen Hafen im Süden, mit Bremen und Hamburg imNorden, mit Antwerpen, Rotterdam und Amsterdam im Westen ver-bunden. Mittelst der sicher nicht ausbleibenden Ausdehnung der neuenEisenbahnen nach Asien und Afrika rücken uns Aegypten, Arabien,Sprien, ganz Kleinasien, Persien und Ostindien so nahe, als vor ei-nem Menschenalter noch Paris, die Häfen Bombap, Calcutta ja selbstCanton, und Sidney haben sich uns so genähert, daß ihre Entfernungdermalen kaum die frühere nach Lissabon und Cadiz, unsern einstigenHauptleinwandstapelplätzen überragt. Es handelt sich von einer Massehalbbarbarischer Völker, deren Zahl wenigstens 500 Millionen Köpfestark ist, deren Verkehr mit jedem Tag mehr dem entschiedensten Ge-deihen entgegen geht. Noch hat England selbst in den Jahren 1834bis 1844 nach diesen kolossalen Reichen durchschnittlich für nur 120