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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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haft bedauern, daß der Umfang dieses Wcrkchens mir nicht gestattet,mich in die einzelnen Vortheile einzulassen, welche wir gebildetenEuropäer von jenem interessanten asiatischen Volke in unsern Tagenerst, und die Art und Weise, wie wir es erlernten.

Es werden im Süden Frankreichs, in der Gegend von Toulon,die Olivenbäume mit jedem Jahr mehr von den Maulbeerbäumenverdrängt, und selbst in dem rauhen Gebirge der Pyrenäen, wo dieScidcnzucht früher beinahe ganz unbekannt war, wurden innerhalb2 Jahren 70,000 dieser Bäume angepflanzt. Im Departement vonGrcnoblc, welches jetzt wohl wenigstens ebenfalls eine Million solcherBäume zählt, wurden im Jahr 1838 für 3 , 1839 schon für 4

Millionen Franken Seide erzeugt, und man hofft, deren jährlichesProdukt auf 10 bis 12 Million Franken (fast so viel als die Ge-sammteinnahmc unsers ganzen Großherzogthuins Hessens) ohne besonndere Anstrengung steigern zu können, ja in den Departements derArdeche und der Dromc gibt es selbst einzelne Landgemeinden, derenjede mittelst dieser Zucht allein eine reine Einnahme von100,000 Frks. jährlich (von oires 130 Gulden täglich!)genießt.

Diese Ergebnisse des Bestrebens eines einzigen Departements,einzelner Landgemeinden, welch' reichliche Nahrungsquellc könnte sichhierdurch erst ganz Deutschland schaffen? Man hatte im nördlichenFrankreich früher (wie leider in einem so großen Theil unsers Va-terlandes noch jetzt) das Vorurtheil, daß das Klima für den Sei-denbau zu rauh sei, durch die Bemühungen der Herren CamilleBeauvais und d'Arect wurde es jedoch glücklicherweise allgemeinverbannt. Die Zone des Seidenbaus hat sich bedeutend ausgedehnt,und der Norden von Frankreich, der noch vor 10 Jahrenbeinahe als untauglich hierzu betrachtet wurde, giltjetzt selbst für besser, als dessen südliche Hälfte. Es isterwiesen, raß der Seidenbau überall da mit entschiedenem Nutzenbetrieben werden kann, wo der Maulbcerbaum die Strenge des Win-ters erträgt und zwar bei Befolgung der häufigen Fütterung mitüberraschend reichhaltigem Ertrag, ja selbst in den kälteren Ge-genden sicherer, als in den wärmeren, weil der Seidcnwurm incer letzten Lcbensperiodc leicht durch große Hitze leidet. Dieses Klimaentspricht aber mit Bestimmtheit dem des Apfelbaums. (Ich wollteam anglich den Ausdruck: „wo der Apfelbaum vorzüglich gedeiht"