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letzteren Stadt, wo eine ansehnliche Fabrik in allein mehrere hundertNäherinnen beschäftigt, bedeutende Versendungen selbst ins fernsteAusland gemacht, weshalb sollen wir in diesem Zweige noch längerdem bekannten Tyroler Wurm in unserm Hessen gleichsam einMonopol einräumen? Laßt uns all'unsere Kräfte anwenden, mittelstunserer Industrie möglichst Vielen ihre Subsiftenz, ihren Bedürf-nissen gemäß zu mehren. Bezüglich der Fertigung von Handschu-hen, statt deren Ankaufs von fremden Arbeitern, haben wir es we-nigstens, zum Frommen von Tausenden unserer Landleutc, ganz inder Hand, um so mehr, als die Anschaffung auch nicht eines dermancherlei hierbei nothwendigen Werkzeuge bedeutende Auslagen er-fordert und nach den auf diesem großh. Hess. Landtage Seitens derRegierung wie Stände ausgesprochenen Ansichten zu erwarten steht,daß dem Unternehmer bei Begründung seines Etablissements mitMitteln auf Verlangen selbst von Staatswegen unter die Arme ge-griffen wird. Sicher vermögen unsere Bauern und Baucrnmädchen,unterrichtet in all' ihren verschiedenen Stadien, mit gleichem Glücksich der Fertigung feiner lederner Handschuhe zu unterziehen, wie diedänischen, luxemburgischen, tyroler und Neapolitaner, das flache Landbewohnenden Arbeiter und Arbeiterinnen. Das Färben der Felleerfordert freilich einen Verein von Kenntnissen, den man selten zu-sammen findet, aber zu den gewöhnlichen Manipulationen ist nureine geringe Geschicklichkeit erforderlich. Der Arbeiter hat ja be-kanntlich nur die Handschuhe nach einem papierncu Muster aus demganzen Stück geschabten (dolirten) Leders mit dem Werkmesser, nachdem mit der scharfen Kante eines Horns vorgezeichncten Umrisse zu-zuschneiden, diese zuerst die Schläue! an die obere Hälfte, dann dieZwickel an die untere Hälfte der Finger anzunähen, dann die Dau-men und beide Hälften zu vereinigen, so daß die Fleischseiten gegen-einander zu liegen kommen. Man lerne sie zuerst die Fertigung dergeringeren Sorten, welche auf der linken Seite zusammengenähtwerden, der s. g. Stolpenhandschuhc aus sämisch garem Rindsledcr,dann der starken wildledcrnen und gehe so Schritt für Schritt indem praktischen Unterricht bis zur Fabrikation der auf ver rechtenSeite sorgfältigst genähten, coulcurten, glasirten und feinen wasch-lederncn Handschuhe aus weißem und gelbem gukgethrantem, sämischgarem Leder. Man kann annehmen, daß überall, wo viele billigarbeitende Frauen und Kinder zu Gebote stehen, auch eine Hand-