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Aussicht zu stellen sein, je mehr arme Familien er durch Ausdeh-nung seines Geschäfts Erwerbsquellen eröffne, in desto höherem Gradeer der kräftigsten Unterstützung des DcreinS versichert sein könne.
Will der Inhaber auch das Farben des Leders selbst besorgen,so muß er genau wissen, welche Farbestoffe zu irgend einem zu fär-benden Körper die größte Verwandtschaft haben und daß er, wenndiese zum Färben unentbehrliche Verwandtschaft nicht vorhanden ist,den oder die Körper aufsuchen kann, durch deren Vermittelung derFarbestoff mit dem zu färbenden Körper verbunden werden kann;diese die Verbindung beider Stoffe bewirkenden Körper nennt manbekanntlich Beitzen. Solche vermag er nie ohne gründliche che-mische Kenntnisse. Es verursachen nämlich die durch die Vereini-gung der verschiedenen Farbestoffc entstehenden Wirkungen, der Ein-fluß der verschiedenen hierbei benutzten chemischen Präparate Erschei-nungen, welche sich nur mit Hülse der Chemie erklären lassen. DieseErscheinungen sind so zahlreich und verschiedenartig, daß in dieserFärbckunst nur wenig rein mechanische Vorrichtungen übrig bleiben.Ohne ein gründliches Studium der aus die Färbekunst anwendba-ren chemischen Kenntnisse, ohne die größte Sorgfalt, ohne vollkommneOrdnung und ohne die strengste Reinlichkeit, endlich ohne unun-terbrochen angestrengte Aufmerksamkeit setzt man sich jeden Augen-blick großen Fehlgriffen aus, durch welche die ganze Arbeit miö-lingeir kann. Die kleinste Menge Säure, ein Tropfen Alkali, einStückchen von manchen Salzen, ein Körnchen Eisenoxyd, genügt inmanchen Fällen um eine ganze Farbe zu verderben. Nicht ohneGrund wurde auf dieses absolute Erfordernis- chemischer Kenntnisseschon jetzt aufmerksam gemacht.
Es sollte dieses aber um so weniger abschrecken, als geradediese Färbekunst es ist, welche im Stande ist, eine Menge armerLeute nicht allein lohnend zu beschäftigen, sondern auch einer Massebei uns bis jetzt ganz nutzlos vegetircndcr Pflanzeustoffe erst einenWerth zu verleihen. Sie benutzt die Beeren von den bei uns häu-fig wild wachsenden Kreuz- oder Wegoornen, iKbsimius) desHollunvers, des Attichs und des Hartriegels, verwendetebenso die auf den Stämmen alter Bäume wachsenden Schwämme,namentlich die des Apfel- und Birnbaums, die Herbstzeit-lose und Klatschrose, die Blätter und die Rinde der Weide,die Rinde der Pappel und die der Birke, sowie die bei uns soviel