wie irgendwo sonst sich vorfindende Nußschale. All' dieses wirdbenutzt zur Bereitung von Farbstoffen. Welche Menge Dürftigenvermag man nicht allein mittelst deren Sammeln Erwerbsquellen zuverschaffen *).
Wie den vielfältig seither nambaft gemachten Industrieerwcrbs-zweigen, so wurde es auch sicherlich den Handschulffabrikcn an nach-haltigen, mit jedem Jahr noch steigenden Absatz nicht fehlen. Da-für spricht deren Entstehung, Ausbreitung und jetziger Umfang.
In welcher Zeit und von wem die ersten Handschuhe angefertigtwurden, ist unbekannt. In kalten Ländern umwand man wobl schonin der ältesten Vorzeit die Hände mit Tüchern und Fellen u. dgl. m.,sie vor dem Erfrieren zu schützen. Schon in den Büchern Moseslesen wir von Jakob, daß Rcbekka ihm seine Hände mit Bocksfellen
*) Durch jene oben empfohlene, wenigstens temporäre Nebersiedlung vonArbeitern in unsere Gegend möchte wohl am Ersten ein für Viele ge-deihliches Gelingen der Einführung dieser verschiedene» neuen Nah-rungsquellen zu erwarten stein. Zur Aufmunterung möge außer denbereits angeführten noch folgendes Beispiel über den Erfolg einer sol-chen Einwandrung erwähnt werden.
In demselben Jahre, — 1688 — in welchem der Franzose Abra-ham Thewart Anlaß zu der Erfindung gegossener Spiegel gab, ver-lor bekanntlich für immer ldie Sache der Stuarts und mit bis aufunsere Tage die der Katholiken alle» Haltpunkt in England in Folgedes Landcns des Prinzen von Oranicn an dessen Küste. Vielen Ka-tholiken gefiel es nicht mehr hier, sie wanderten auf das Festland undso kamen zu Anfang des vorigen Jahrhunderts auch mehrere englischeSpiegelarbeiter nach Nürnberg, in welch' freier Reichsstadt sie wie zuFürth und Erlangen sehr zuvorkommende Aufnahme fanden. DiesenArbeitern verdanken die käsigen Spicgelfabrikcn, worunter es Häusergiebt, welche nach allen Welttheilen für 400,000 fl. jährlich Geschäftemachen, ihr Dakein, ebenso die Bearbeitung der Spiegelgläser zu fer-tigen Spiegel», welche dermalen in Bayern einen sehr angesehenenErwerbszweig repräsentirt und allein in Nürnbergs Umgebung überlOOO Arbeiter ernährt.
Obgleich ich weiß, baß schon vor 18 Jahren durchschnittlich über5000 Spiegeln in unserm Hessen eingeführt, wovon wenigstens "/„aus Nürnberg. Fürth und dessen Gegend uns zugeschickt wurden undwir in jeder Beziehung in der Lage sind, gleich billige Exemplare die-ses im Hause zumal für Frauenzimmer unentbehrlichen Bedürfnisses zuliefern, so wollte ich doch so lange, trotz des vielen ins Ausland türfremden Arbeitsverdienst gehenden hessischen Geldes, trotzdem wir in