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Die Erweiterung und Vervollkommnung des deutschen Gewerbsbetriebs, ein Mittel zur Herstellung des richtigen Verhältnisses zwischen Bevölkerung und deren Bedürfnisse, mit besonderer Rücksicht auf das Grossherzogthum Hessen : eine Denkschrift für jeden wahren Vaterlandsfreund / von Ludwig Wilkens
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Nutzung Seitens der Arbeiterklassen verdient »lachen. Sie sind alsLeitfaden, als Lcbensspiegel der Entlassenen bei dem Uebcrgang in

d?n einzelnen Orten die vorhandene falsche Scham überwunden undein guter Anfang gemacht werden, damit Andere sich ein Beispielnehmen."

„Ich will die Bauern- und Bürgerweiber nicht zu Gebildeten ma-chen, allein ich halte dafür, daß man doch auch für sie etwas thue,was bisher nicht geschehen ist. Während für die männliche Jugendmannigfache Anstalten bestehe», so bekümmert man sich gar nicht umdie weibliche und fürwahr, da ist es kein Wunder, daß es mit der Kin«derzucht so schlecht aussieht und daß man bei den Müttern in Allein,was für die Regelmäßigkeit der Schule geschieht, Widerstand findet.Oft sind die Mädchen in der Schule ganz vortreffliche Rechner, Schrei-ber rc.; aber frage man sie nach 5 bis 6 Zähren, frage man sie inihrem Ehestände — da findet man nichts als Spreu und Stoppeln.Einzig und allein, weil sie als Mädchen so ganz vcrnachläßigt wor-den sind."

„Wenn also die Gemeinde eine Lehrerin bezahlt, so ist die Sacheleicht einzuführen; wo nicht, so mache man nur Anstalten dazu undes werden doch welche kommen. Die noch die Schule besuchendenMädchen können besonders an den Nachmittage» des Mittwochs undSamstags um die Lehrerin sich versammeln; oder bester noch, manverlegt die Stunden auf die Abende, wo auch Confirmirte Antheilnehmen mögen. Wird die rechte Belehrung und Aufmunterung vonSeiten der Geistliche», Lehrer und Ortsvorstände angewendet, so wärees gewiß an besseren, sür's Gute schon empfänglicheren Orten, dahinzu bringen, daß (fast) alle Mädchen — und auch junge Frauen —mit ihren Näh- und Strickzeuge» oder Spinnrädern unter Aussicht derLehrerinnen Abends in einem großen Zimmer zusammen käme»; dortkönnten nicht nur Unterweisungen in den genannten Handarbeitenstattfinden, sondern es sollte und müßte auch etwas für den Geist ge-schehen , indem die Geübteren und die «S Vermögenden, etwas Guteserzählen oder vorlesen (die Spinnstubc von W. v. Horn, Toblcr'sHausmutter, Zscholke's Goldmacherdorf rc. werden hier trefflicheDienste thun). Za, ich glaube, es wäre von dem größten Nutzenund führte auch wirklich und völlig zu der oben von mir aufgestelltenAnsicht hin, wenn die Geistlichen und Lehrer lich verstehe hier unterdiese» durchgängig würdige Männerj wöchentlich auch 1 bis 2mal sichin diese „Frauenversammlnng" begeben und allgemein verständliche,den Gesichtskreis der Zuhörer nicht überschreitende Notizen, Belehrun-gen und Anregungen über Kindererziehungen; Gesundheitspflege unnö-thigen Flitterstaat und Putz rc. geben. (Wie z. B. in Bezug auf letz-teres bei uns hier — in Michelsheim — im Odenwalve eine Braue,welche zur Copulation in die Kirche geht, um den ganzen OberkörperWillens Srwei'lcning:c. 2Z