368 Bestandtheile des organischen Reichs
Ihre Thätigkeit äußert sich zunächst in ihrer Verbindungunter einander und in den Metamorphosen, welche sie durchgegenseitige Einwirkung erleiden. Die chemische Natur derSubstanz, welche in dem Thiere und der Pflanze und in denverschiedenen Organen derselben variirt, ist Ursache, daß siesich nach ihrer Gruppirung als ganz neue Gebilde darstellen,Gebilde, deren Eigenschaften und Funktionen eben so mannig-faltig sind, wie die Verbindungen der Elementarformen selbst.
Gewebe, wie man sie im Thier- und Pflanzenreich an-trifft, sind nichts anders als Gruppen derselben Elementar-formen. Ihre Funktionen ändern sich daher auch mit derGruppirung der Elementarformen.
Bei der Zergliederung der zu einem gewissen Ganzenverbundenen organischen Theile hat man zu beachten: dieGrundformen der organischen Materie, die Art und Weise,wie die Grundformen verändert werden und wie sich die ab-geleiteten Formen verbinden. Letzteres ist Gegenstand derGewebelehre.
Die Grundformen, welche die organischen Stoffe anneh-men, wenn sie zu organisirten werden, sind meistens, oderwie Manche behaupten, immer kleine Bläschen, welche sichnur mit Hülfe des Mikroskops unterscheiden lassen. Mannennt sie Elementarzellen, Kcrnzellen, primäre Zellen. Aussolchen Zellen sind, wenn nicht alle, doch die meisten Gewebezusammengesetzt. Sie erscheinen in der einfachsten Form inden in ihrer Entwickelung begriffenen vegetabilischen undanimalischen Theilen als kleine mit einer Flüssigkeit gefülltemikroskopische Bläschen. Der Inhalt ist oft körnig. DasBläschen wird durch ein dünnes Häutchen gebildet, worinman bei den thierischen Zellen ganz allgemein, bei denPflanzen nur in den jungen Zellen irgendwo einen Kernunterscheidet.
Es ist diese Grundform der vegetabilischen und animali-schen Gewebe, wodurch sich die organisirten Körper von den