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mit eigenthümlichen Formen.
mehrere Zellen durch eine gemeinschaftliche Achse verbunden,so läßt sich die Spirale von der einen Zelle bis in die an-dere darüber liegende, und von der zweiten bis in die dritte u.s. w. verfolgen. Wenn sich die spiralförmig abgelagerte Sub-stanz in größerer Menge anhäuft, so wird die Zelle vergrö-ßert; das Zellenhäutchen dehnt sich und verschwindet nachund nach an der Stelle, wo die Zellen aneinandergrenzen.So entsteht an der Berührungsfläche der durch eine Achseverbundenen Zellen eine Oeffnung und ein fortlaufender Ca-nal, welcher eine Reihe von Zellen in unmittelbare Verbin-dung setzt. Die Absonderung neuer Substanz aus dem Zel-leninhalte findet nur in der Richtung der Spirale Statt,während die Verdünnung der ursprünglichen Zellenmembranan der Vereinigungsstelle der Zellen fortwährend zunimmt.Dadurch erweitert sich die Oeffnung und erreicht endlichdas Marimum der Größe, d'. h. es entsteht ein ununterbro-chener cplindrischer Canal, aus mehreren zu einem Ganzenverbundenen Zellen gebildet, welche in ihrem Innern miteinem einfachen spiralförmig gewundenen Faden bedeckt sind.
Diese in den Pflanzen in großer Menge vorkommendenkleinen Canäle nennt man Spiralgefäße. Sie bestehen nichtbloß aus der das ursprüngliche Zellenhäutchen bildenden Sub-stanz, sondern zugleich mit dieser noch aus einer andern da-ran abgelagerten Verbindung.
Die Spiralfaser selbst ist nicht, wie Manche sich vor-stellen, hohl, sondern massiv, und hat bald eine cylindrische Ge-stalt, bald zeigt sie sich auf ihrer Durchschnittsfläche elliptischoder viereckig. Sie ist rein weiß. Ihre Windungen liegenbisweilen so dicht auf einander, daß dadurch eine Röhre ent-steht, welche in nicht zu jungen noch zu alten Spiralgefäßenkorkzieherförmig ausgezogen werden kann. Am häufigstenkommt die links gewundene Spirale vor *).
*) Ob die Spirale aus zwei Schichten besteht» nämlich aus titln innern und