mit eigenthümlichen Formen. 467
nommen hat, deren Poren aber sehr klein und Nicht imStande sind, gröbere Theile hindurchzulassen.
Daraus folgt also, daß ein fester Körper in keiner an-dern Form als im aufgelösten Zustande in eine Zelle gelan-gen und gleichfalls nur im aufgelösten Zustande dieselbe wie-der verlassen kann, die Fälle ausgenommen, wo die Zellen-wand wirklich Poren enthält (S. 423).
Ganz anders verhält sich dies bei den Saftgefäßen. Ob-gleich ihr Lumen viel kleiner ist, als das der Spiralgefäße,so findet sich ein fortlaufender Canal, durch welchen trübeFlüssigkeiten, d. h. solche, welche kleine suspendirte feste Theileenthalten, emporsteigen können. In der Regel ist der Inhaltder Saftgefäße nicht hell, weshalb sie auch Milchgefäße, unddie kleineren in der Flüssigkeit schwimmenden KörperchenMilchsaftkügelchen genannt werden. Daß diese verschie-dener Art sind, ergiebt sich von selbst (S. Pflanzensäfte).
Die vasa 1 aticis, welche wir hier mit den milch-führenden Bastzellen zugleich abhandeln wollen,bestehen,ihrer Hauptmasse nach, aus reiner Cellulose.
Was letztere betrifft, so sahen wir sie in einem zweitenJnternodium, von oben an, in Hoya carnosa durch Jod undSchwefelsäure schön blau gefärbt werden, Fig. 1 B,d.
In Asclepias syriaca, wo man milchführende Bastfaser-zellen antrifft, sieht man sie durch Jod und Schwefelsäureblau werden und concentrische Schichten zum Vorschein kom-men, Fig. 15. Diejenigen, welche in dieser Pflanze in demMark vorkommen und viel Milchsaft enthalten, verhalten sichgegen die genannten Agentien auf dieselbe Weise.
Was die ersteren betrifft, so haben wir sie bei Euphor-bia caput medusae, Fig. 66, genau untersuchen können, wosie einen Ring um die Holzbündel bilden, aber auch durchdas Rindenparenchyin (schorsparenchym) vertheilt gefundenwerden. Der Querdurchschnitt dieser vasa laticis zeigt sehrdicke Wände, die auch auf dem Längsdurchschnitt deutlich zu
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