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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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Bestandtheile des organischen Reichs

Zellen zu bestehen und sich demnach im allerjüngsten Sta-dium zu befinden. Sie werden durch Jod und Schwefelsäuresogleich blau, bedürfen aber doch concentrirterer Schwefelsäure,um eine dunklere blaue Farbe zu erhalten. In andern Jn-ternodien von Phytolacca decandra, wo man getüpfelte undungetüpfelte Markzellen findet, herrscht unter dem Einflüssederselben Agentien eine bedeutende Verschiedenheit. Die ge-tüpfelten bleiben citronengelb, die anderen werden schön blau.

Die Markzellen von Asclepias syriaca färben sich sämmt-lich durch Jod und Schwefelsäure rein blau, Fig. 2 6,Fig. 3.

Die Markzellen von Clematis vitalba lassen unter derEinwirkung von Jod und Schwefelsäure zwei Schichten er-kennen, eine innere, welche blau, und eine äußere, welchegelb wird.

Die Markzellen eines zweijährigen Zweiges von Tiliaparvifolia zeigen nach der Einwirkung von Jod und Schwe-felsäure einen äußeren gelben und einen innern blauen Rand.Es giebt hier also zwei Schichten. Tüpfel sind nicht darinenthalten. Die von Taxus baccata werden selbst in älterenTheilen der Zweige durch Jod und Schwefelsäure augen-blicklich blau.

Nach zweitägiger Behandlung mit concentrirter Salz-säure werden die Markzellen von Pinus sylvestris braun, hieund da violett. Daraus läßt sich mit Sicherheit auf dieGegenwart von Protein schließen. Auf dieselbe Weise behan-delt, bleiben die dünnwandigen Markzellen von Hoya cornosaungefärbt, die dickwandigen werden dagegen violett. In einerjeden der dickwandigen sieht man einen utrioulus internus.Endlich zeigen die Markzellen von Tilia parvifolia, aus einemjungen Zweige genommen, einen violetten Inhalt, aber dieWand selbst bleibt ungefärbt, während die eines einjährigenZweigs von Clematis vitalba vollkommen farblos sind (Har-ting und M.).