mit eigenthümlichen Formen.
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Aus obigen Beobachtungen folgt, daß die Markzel-len sehr verschiedene Stoffe enthalten,- im jugendlichen Zu-stande reine Cellulose; die sich verdickenden Zellen — wasnach außen zu geschieht — enthalten eine äußere Schicht vonmittlerer Holzsubstanz (mit Protein durchwebt), ohne die beiden Holzzellen darüber liegende Schicht. Dadurch unterschei-den sie sich also von den Hvlzzellen. Die von Hollundersind besonderer Art; in Phytolacca fanden wir mit der Cel-lulose noch eine andere Substanz gemengt.
Es läßt sich daher für die chemische Zusammensetzungdes Markes keine allgemeine Formel aufstellen. Nichts destoweniger ist dies geschehen.
Schaffner hat nämlich das Mark der Pflanzen ana-lysirt (Ann. der Ch. und Pharm., April 1844, S. 148). Erhat dasselbe im Anfange des August aus verschiedenen Pflan-zen genommen und mit Wasser, Alkohol und Aether ausge-zogen. Stickstoff ist nach ihm nicht darin enthalten.
Er erhielt folgende Zahlen für ein bei 100" im Wasser-bade getrocknetes Mark von
Hollunder. Lappa major Sonnenblumen.
(Bardana.)
C 43,85 45,45
H 6,40 6,13
O 49,75 48,42
bei 150° getrocknet:
44,90
6,60
48,50
Hollunder BardanaC 47,80 48,10
H 6,00 5,95
0 46,20 45,95
Er zieht daraus den Schluß, daß das Mark wie dasAmplum und die Holzfasern aus Kohlenstoff und Wasserbestehen; aber Holzfasern sind zusammengesetzte Organe derPflanzen. —
Obige Analysen können außerdem unmöglich richtig sein.