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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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mit eigenthümlichen Formen.

Aber die Zusammensetzung des Holzes selbst weicht von derder starten Holzarten*) bedeutend ab, und ist so beschaffen,daß man darin eine andere inkrustirende Substanz vermuthenmuß. Auch ist sie wenig constant; vielmehr nimmt der Koh-lenstoffgestalt bald mehr, bald weniger ab. So ist die Formelfür das Holz von Cytisus laburnum und Ulmus campestris:

r ii o **'1

dessen Zusammensetzung sich also von dem Holze der härterenHolzarten durch H fi O ö unterscheidet; das Holz von Lirio-dendron hat die Formel 8gg O47 ***), oder eine Zusam-mensetzung, welche durch H s 0« von der der starten Holzartenabweicht.

Dabei ist übrigens nicht zu vergessen, daß jene Analysenuns den Ausdruck für vier verschiedene Stoffe geben, wovonder eine, nämlich das Eiweiß, im Allgemeinen nicht fürunwesentlich zu stalten ist. Man braucht nur Holzsägespänemit Salpetersäure und darauf mit Ammoniak zu übergießen,um, welches Holz man dazu auch angewandt haben mag,doch immer eine durch ranthoproteinsaures Ammoniak starkgelb gefärbte Gallerte zu bekommen (siehe Scheik. Onderz.Deel III.).

Die obigen Formeln drücken also die Zusammensetzungvon vier verschiedenen in abweichenden Verhältnissen gemeng-ten Stoffen aus, die, so weit unsere Erfahrung reicht, in

*) Von Baumhauer fand für jene drei Holzarten, nachdem sie mit Alkohol,Aether, Salzsäure und Wasser ausgezogen waren:

Goldregenb.

Ulmen.

Tulpenb.

0

49,11

49,52

47,70

H

5,97

5,98

5,89

0

44,92

At.

44,50

ber.

40,35

C 64

49,02

II 94

5,70

0 45

45,28

At.

ber.

C 64

47,81

II 96

5,87

0 47

46,32

31 *