mit eigenthümlichen Formen. 499
Stoffe in der Zellenwand sich zu erkennen giebt (Hartingund M.).
Pectose, mit Cellulose durchweht, scheint also wirklichdie Zellenmembran in dem Collenchym auszumachen.
Cuticula.
Es ist schon längst bekannt gewesen, daß die Oberhautder Pflanzen aus einerZellenschicht besteht. Ad. Brongniarthat übrigens gezeigt, daß man durch Maceration eine dünneMembran von der Oberfläche der Pflanzen abscheiden kann,welche homogen oder körnig ist und sich von den Wänden derEpidermiözcllen unterscheidet. Jene Membran bedeckt nachBrongniart fast die ganze Pflanze; sie heißt bei denMan-zenphysiologen Cuticula und ist schon von Vielen, zuletztauch von Mohl *) untersucht.
Die Cuticula wird durch Jod gelb, zuweilen auch braungefärbt, in der Art, daß, wenn man eine Oberhaut auf demQuerschnitt mit Jod behandelt, die Wände der Epidermis-zellen eine hellbraune, aber die äußerste Schicht (Cuticula)eine dunkelgelbe oder braune Farbe annimmt. Nach jenerFärbung durch Jod werden erstere auf Zusatz von Schwefel-säure sehr schön indigblau, während die Cuticula unverändertbleibt.
Die Organe, welche nicht mit einer lederartigen Epider-mis bedeckt sind, haben durchgehends eine sehr dünne Cuticulaund zeigen daher bei der Färbung mit Jod nur eine sehrdünne braune Schicht.
Die Cuticula ist eine zusammenhängende Membran, glatt,mit parallel laufenden Streifen oder unregelmäßig vertheiltenErhabenheiten auf der Oberfläche. An den Theilen, welche
*) Linnaea. Bd. VI, Heft 5, S. 401.
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