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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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mit eigenthümlichen Formen. 51t

90 . Die Ablagerung neuer Schichten geschieht nur aufder Außenfläche der Celluloseschicht.

10». Auf der äußeren Wand scheidet sich bei den Holz-zellen eine Substanz, welche wir äußere Holzsubstanz genannthaben (S. 478) als erste Schicht an der Cellulosewand ab;gleichfalls bei den vasa porosa und scalaria.

11°. Zwischen diesen beiden Schichten, der Cellulosewandund der äußeren Schicht, setzt sich bei den Holzzellen nocheine dritte ab, welche aus der sogenannten mittleren Holz-substanz besteht, die abgeschieden auf dem QuerdurchschnittRinge darstellt, deren Anzahl verschieden ist.

12». Je näher diese Schichten an die Celluloseschichtgrenzen, um so mehr verschmelzen sie in einander.

13». Eine Verdickung auf der innern Wand ist uns ei-gentlich nicht vorgekommen; aber wir deuten damit die eigen-thümliche Verdickung der Holzzellen von Hoya camosa an,die sich von den wahren Holzzellen unterscheiden. Die Cel-luloseschicht hat hier zuerst auf ihrer Außenfläche eine Schichtderjenigen Substanz bekommen, welche die äußere Holzzellen-schicht bildet (im Folge der Durchdringung der Wände vondem Zelleninhalte). Diese neue Schicht ist das Fundamentfür die fernere Inkrustation geworden, so daß nun verschie-dene Schichten entstehen, welche ein gleichförmiges Gemengevon Cellulose und der mittleren Holzsubstanz darstellen. DieCelluloseschicht verschwindet als solche in diesen Zellen, wasbei den eigentlichen Holzzellen nicht der Fall ist. Sie wirdzwischen die neuen Schichten der mittleren Holzsubstanzvertheilt.

14». In jungen und alten Zellen wird außerdem nocheine sehr dünne Membran wahrgenommen, welche durch Sal-petersäure und andere Säuren, auch durch Alkohol zusammen-schrumpft und die Mohl Primordialschlauch nennt.Sie macht in dünnwandigen Zellen eine zweite Wand aus,welche mit der aus Cellulose bestehenden Membran lose zu-