Thierische Gewebe. 541
fel auf ähnliche Weise wie bei den Pflanzen (S. 443). Undwas endlich die Vereinigung und Gruppirung der drei Haupt-elementarformen, der Zellen, Fasern und Kanäle zu zusam-mengesetzten Organen betrifft, so liegt die Betrachtung diesesGegenstandes, wenigstens so weit er bis jetzt erforscht ist, sosehr außerhalb der Grenzen einer physiologischen Chemie, daßes zweckmäßig erscheinen muß, denselben hier zu übergehen,um so mehr, da ich ihn durch eigene Beobachtungen nichtweiter habe aufklären können.
Ich habe bei der Untersuchung der nachfolgenden thie-rischen Gewebe mehr im Auge gehabt, sie in Rücksicht aufdie chemische Zusammensetzung der Elementartheile zu behan-deln, als eine ausführliche Beschreibung der Elementarformenselbst zu geben. Ich habe dabei andere Werke wohl zu Rathegezogen, aber nicht abgeschrieben, und verweise daher denLeser vielmehr auf Heule* *), Valentin**), Krause ***),Todd und Bowman +) und andere Schriften, wo maneine unschätzbare Menge von Thatsachen über jenen Gegen-stand aufgezeichnet findet.
Der genaue Zusammenhang zwischen den Elementarfor-men und der chemischen Zusammensetzung der Bestandtheiledes organischen Reichs, der immer deutlicher sich offenbart,machte eine besondere mikroskopische Untersuchung jener Theilenothwendig. Ich habe mich hierbei der Unterstützung meinesFreundes, des vr. Donders, Lehrer an der Königl- Schulefür Militärärzte, zu erfreuen gehabt, welcher die Güte hatte,die wichtigsten Gewebe mit mir zu untersuchen, und dessenScharfsinne der Leser das Gute zuschreiben mag, welches diefolgenden Untersuchungen enthalten mögen.