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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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Thierische Gewebe. 557

Lauth meint, daß sie mehr Phosphorsauren Kalk als dieOberhaut enthalten. Indessen geben Menschennägel, welchean unorganischen Bestandtheilen die reichsten sind, ohngefähr1 pCt. unverbrennlichen Rückstand; die nämliche Menge lie-fert die Epidermis. Jener Unterschied findet daher nichtStatt. Was endlich die Abweichung im Kohlenstoffgehaltebetrifft, welche sich bei den Analysen der verschiedenen Artenvon Nageln gezeigt hat, so muß sie wiederum dem verschie-denen Zelleninhalte, oder einer größeren oder geringerenMenge der die Zellen vereinigenden Jntercellularsubstanz zu-geschrieben werden.

Wenn wir von der Analyse der Kuh- und Pferdehufeausgehen, der Schwefelgehalt der Menschennägel ist nochnicht genug festgestellt so finden wir dafür einen Ausdruckin der Formel-

Öl«, Hj;»j N 34 Ozg S 4 *).

Diese Formel, worauf wir nachher bei dem Horn undden Haaren zurückkommen werden, läßt sich auch auf folgendeWeise schreiben-

(C«, Hgj N 10 [0 12 Nj) -f- 2 (C 40 H 62 N jo [0 12 S 2 ]).

Sie drückt dann, die Verbindung zweier Stoffe aus, welcheman als Proteinoryde betrachten kann, worin der Sauerstoff,den das Bioryd mehr enthält, als Protein, durch N 4 und S 2vertreten ist. Kuh- und Pferdehufe in Kali aufgelöst, ge-ben, mit Essigsäure niedergeschlagen, Proteinoryd und keinProtein (siehe Horn, Haare und Fischbein).

At.

ber.

6

120

51,64

H

186

6,54

N

34

16,95

0

36

20,34

S

4

4.53