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Nahrungsflüssigkcit, Vlut.
Gewalt heraus; daS Volumen deS Wasserstoffs hatte sich alsovergrößert; es war Kohlensäure im venösen Blut, ungefähr dasDoppelte von dem im arteriellen. Fügte er keine Essigsäurehinzu, so bekam er kaum V 14 der Kohlensäure, die Essigsäureentwickelte.
Diese Versuche werden in dem Sinn erklärt, daß kohlen-saures Kali und kohlensaures Natron im Blut anwesend sind.Für eine kurze Zeit mußte die Wahrheit, daß kohlensaureSalze, welche eö auch seien, im Blut vorhanden sind, der Wissen-schaft genommen werden, um ihr alsbald zurückgegeben zu wer-den, nämlich:
Nach Enderliit*) sind keine kohlensaure Alkalien im Blut,sondern die Salze des Bluts sind Kochsalz und vor allenphosphorsaures Natron:
(?2 0z, 3 Na 0 und P 2 Os, 2 Na 0, II 2 0)
Durch eins von diesen beiden Salzen, vorzüglich durch daserstere, soll daS Albumin im Blut aufgelöst erhalten werden;auch phosphorsaurer Kalk und phosphorsaures Eisenoryd sollendadurch leicht aufgelöst werden, so daß keine Säuren bei derSpeiseverarbeitung hinzugezogen zu werden brauchen, um dieAuflöSlichkeit dieser Phosphate zu erklären.
Nach Enderlin sind es vor allen diese vier Salze,phosphorsaures Natron, phosphorsaurer Kalk, phosphorsauresEisen und Chlornatrium, welche unter den Blutsalzcn Wichtig-keit haben; schwefelsaures Kali, Chlorkalium und andere sindnach ihm nicht wesentlich. Das Chlorkalium kann nach ihmdas Chlornatrium in der Nahrung vertreten, ebenso die phos-phorsaure Talkerde den Phosphorsauren Kalk und daS schwe-felsaure Kali das schwefelsaure Natron. Eö sind keine Milch-säure, keine settsaurc, keine Ammoniaksalze im Blut, eben sowie man keine kohlensaure Salze darin findet; findet man sie,so ist Krankheit vorhanden und es ist dies nach ihm ein Fall von
*) An», d. Chem. u. Pharm. Bd. 49, S. 317 u. Bd. 50, S. 53.