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Versuch einer allgemeinen physiologischen Chemie / von G. J. Mulder ; mit eigenen Zusätzen des Verfassers für diese deutsche Ausgabe seines Werkes
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NahrungSflüssigkeit, Blut.

Kochsalz.

36,16

Sauerstoff.

Natron.

27,08

6,92 j

Kali.

10,66

- 1,80 (

Kalk.

1,77

0,49 /

Magnesia.

0,73

0,28 l

Eisenoxyd.

6,84

1,09 1

Phosphorsäure . . .

7,21

4,03 )

Schwefelsäure....

0,42

0,25 (

Kohlensäure ....

7,94

- 5,73 s

Kieselsäure ....

1,19

0,61 )

Obgleich wir Alles, was durch oder unter dem Einflußvon Rose der Chemie geliefert wird, sehr hoch schätzen, kön-nen wir gleichwohl nicht verkennen, daß diese Uebereinstimmungder Menge des Sauerstoffs in den Basen und Säuren nichtsAnderes beweist, als daß nach Verbrennung des Blutsso viel von den Säuren überbleibt, als in Basen vorhandenist; eS ist also ein Bild der Verbrennungs-Ueberbleibsel, nichtder Blutbestandtheile. Die Kohlensäure ist hier ohne Zweifelgrößtcntheils von den Albuminaten u. s. w. entstanden.

Nahrungsflüssigkeit. Wir haben in der Einleitungzu der analytischen Kenntniß des Blutes p. 1053 gesehen,daß die Nahrungsflüssigkeit bei den höheren Thierklassen ausdem Blute entsteht und daß bei den allcrniedrigsten Thier-formen Blut und Nahrungsflüssigkeit mehr und mehr undendlich ganz zusammenfallen. Es wird nöthig sein, noch be-sonders bei der Nahrungsflüssigkeit der höheren Thiere still zustehen, ebenso bei der Flüssigkeit, welche aus dem Capittarsystcmdurch Endosmose ausgetreten in die verschiedenen Gewebe ein-gedrungen ist und dort zur Unterhaltung der Gewebe Gelegen-heit bietet. Aber leider ist unsre Kenntniß davon höchst un-vollkommen und wird wohl, wenn wir von der Kenntniß spre-chen, die auf chemischen Analysen beruht, unvollkommen bleiben.

Der Grund hiervon ist folgender: Alle Gewebe von eini-