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Fig. 177. nach Anzeig Fig. 178. zu einer Stand.Saule bey T. gemacht würde, welche auf einerHaupt Säule T. feinen Ruh punct findet, und in übrigen die horizontal- liegenden Hölzer, nachangewiesener Weise oben bey der Gallerie mit Streben, und einer kleinern mittlern HangSäule gesprenget, und die 2. mittelsten Biege, durch einen horizontal- gehenden Spann: Riesgel zusamm gehalten werden.
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§. 151.
Indeme aber die hier ben R. Fig. 178. angedeutete Mauer also im Nothfall nicht wie fons Fig. 178;ften ohne diese Armirung nöthig wäre, so starck gemacht werden darff, indeme das Dach nichtlediglich allein auf der Mauer zu ruhen kommt, sondern schon unter sich mit ihren StrebsHölzern und ihrer wesentlichen Gegen Druckung in Aequilibrio erhalten wird, so erhellet vonselbsten, daß diese vortheilhaffte Verbindung der Hölzer an dem Kosten der unnöthig verdick.ten Mauer vieles erspahren, und eine weit bessere Mauer als nach der gemeinen unnöthigenHols Hauffung bey den Dachwercken gewähren fan. Verständige und aufmercksame Liebshaber der Bau Kunst mögen aus diesen meinen gegebenen Principiis zu ihrem Vortheil sichmancherley Imaginationes und Erfindungen nach Belieben machen, genug daß ich den Grundmit diesen bißher gezeigten Figuren, und in Fig. 178. flar genug gemacht habe, welchergestaltdiejenige Verbindung, welche hier Fig. 179. den Tempel du Charenton anzeiget, ausdrucket, wennman sich nur imaginiren will, daß der Baumeister das legte Horizontal- Bieg 10, so ich euchFig. 177. nach der Elementar- Ursach fituiret/ wegen der in Fig. 179. in der Decke zur Seitenangebrachten Lunettes über das 45°. schreg aufwarts stehende Bieg HG. hinauf schieben musfte, um die Decke in etwas regulair auszuschaalen. Ich habe euch zu dem Ende und Überzeusgung der ähnlichen und gleichen Holh Verbindung eben diejenigen Buchstaben in Fig. 179.hinzugeschrieben, und die armirten Biege damit eben so bemercket, als ich euch in Fig. 177.bey Er: Fig. 177.klärung der Bewegungs- Ursachen diese Biege in solche Situation zu bringen, geleistet habe, dasmit ihr in Comparirung eines Holzes gegen das andere, welches in Fig. 177. und Fig. 179. entshalten/ nicht lang befinnen, sondern die Aehnlichkeit und Gleichheit der Lage und Winckel vorAugen habet, in welchen Verstand ich denn auch Fig. 178. bey A. die eine Helffte der Affem-blage mit einem solchen hinauf geschobenen Horizontal- Bieg angedeutet habe.
§. 152.
177.
Man übereile fich derowegen nicht in Beurtheilung der Französischen Zimmermanns,Kunst und achte sie nicht gleich schlechterdings geringer als unsere gewöhnliche Teutsche, wieeinige Bau Kunst Liebhaber aus Vorurtheil bereits in ihren Schrifften gethan haben; dennwer Fig. 179. ohne die 177. abgehandelte Erfahrung, schlechterdings angesehen hat, wird Fig. 172schwehrlich an das hieben benöthigte Wort Reminifcentia, so darunter verborgen ist, oder anbas Vermögen sich auf andere unsichtbahre Elementar- Begriffe zu befinnen, beyfallen lassen,welche der Baumeister Broffe, von welchem dieses Deffein Fig. 179. nach Marots Communica-tion abstammet, wenigstens nothwendig gehabt haben muß, weilen seine Ordination der Biegémit allen demjenigen übereintrifft, was ich in meinen erforschten Principiis Fig. 177, und nach dergeometrischen Proportionirung der Sinus- Gröffen Fig. 176. in Anbringung der Grösse der Bies Fig: 176ge, bey Erhaltung des Aequilibrii euch in Fig. 177. zu selbst eigener Erfahrung vor Augen geleget habe. Und damit man auch wegen der öffters verfekten Biege von 30, daß fie die meistenLast tragen können, und auch in der Franz, Zimmermanns, Kunst find angewendet worden, so habich bier Fig. 180. ein Stück von dem Profil und Dach, so über der Kirche zu Sorbonne, hier benges Fig. 1868leget, und nicht minder den General-Durchschnitt des Tempels du Charenton in Fig. 181, als Fig. 181.auch nach dem Deffein Sr. Mercier in Fig. 182. den Durchschnitt von dem Dachwerck de l'Eglifede Sorbonne den Liebhabern hier mit einfliessen lassen, daß dadurch der Gebrauch der öffterswiederholten Streben noch 30. denen bekannt gemacht werde, so diese Gebäude nicht in Ausgenschein genommen, noch dergleichen Deffein selbst besigen.
§. 153.
Ingleichen erachtete ich nicht dißfalls unangenehm zu fallen, wenn ich zu Bestärckung desfen, daß man in der Französischen Zimmermanns- Bau Kunst sich sehr offt des Winckels von30°. bedienet, hier noch ein anderes Muster denen Liebhabern solche Dinge beyzulegen, welsche sie auf allerhand nügliche Gedancken bringen können. Die Gelehrte, und sonderlich die uniDie Phyfic fich bestrebende gute Kennere der Künste und Wissenschafften, werden zwar M. Perraulémitgetheilte Holz- Verbindung von seiner künstlichen aus einem Bogen bestehenden Brücken, infeinem Buch OEUVRES diverfes de Phyfique& de Mechanique Volume fecond. 1721. Tab. X. und XI.pag. 708, 709, 710, 711. schon besehen und in Händen haben; allein da dieser Tractat in Franssofischer Sprache, und schwerlich unter denen Teutschen Zimmerleuten so bekannt seyn wird, daßich mich nur darauf beziehen könnte: Also habe ich hier in Tab. 15. und 16. dieses vortrefflisden Manues communicirte Brücke, so er Tab. X. perfpectivisch samt dem Profpect mitgetheilt,
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