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§. 162.
In Fig 218. gebe ich euch abermahls einen hinlänglichen Fingerzeig, wie man bey schwas Fig. 218.then Mauer Wercken einen steinern Bogen, der sich bey so, biß 60. Schuh in der Spannung erefreckt, und die besorgende auszuweichende Widerlag durch eiferne Schlieffen oder Ancker anDie schregen hölzernen Streben des über diesem steinern Bogen befindlichen Dach. Wercks anshången/ und dauerhafft machen könne. Indeme nun dieser Cafus von einem gewissen Bausmeister, so mein sehr guter Freud, bey einem fimplen Sparren Dach ist appliciret, und glückalich effectuiret worden, so will ich hier zwar um die Schwäche des Gebäudes an sich selbstennicht zu erörtern diesen Cafum unter gegenwärtiger Fig. 218. euch begreiflich, und meine Ersfahrung der verknüpfften Möglichkeit bekannt machen. Weil ich mir aber verspreche, eswerde kein Zimmermann, viel weniger ein Baumeister, diese Invention der Verbindung untersnehmen, der nicht so viel schon in Kundschafft gebracht habe, daß er durch den blossen Augen.fchein dieser Figur die Möglichkeit der hinlänglichen Dauer genugsam einsehen könne: Also versweise ich alle und jede lediglich die schregen Streb Hölzer, und wie dieses Profil anzeiget, nach denangebrachten Spann Riegel P, nach der Strebe SR, wie auch nach der langen Spann- Stresbe PGD, nach den Spann Riegel Q, nach den Absatz G, an den langen Spann Streben PD,wie auch nach den horizontal- liegenden Lager Holk Qsamt den unten über den Bogen besfindlichen Streben DT. und TE, samt den Eisen NM, DHI. und K. wohl zu erwägen, sowird sich das übrige, was diese Affemblage ben sich hat, Verständigen von selbsten äussern, undaus Fig. 219. wird man sehen/ wie in dem langen Spann- Streben PD. nach Anzeig Fig. 219. Fig. 219.ein anderes Stück Holh Schwalben Schwänsförmig verkammet, und durch 3. Quer Schliessfen FF. und F. nicht seitwärts zu weichen, noch mehr bevestiget wird. In dieses besagte HolkAG. gehet so denn die eiserne Schlieffe oder Ancker, Stange KG. bey dem punet G. hindurch,welche Stange in der Gegend E. und D. aber mit 2. Alushslungen oder Schlik Löchern verseshen, daß man selbige, wie bey E. und D. angedeutet, mit 2. gegen einander gehenden Keilen rechtanziehen, und also daß das Schild oder Ancker Schauffel HK. recht samt dem Mauer Werck dieWiderlag bestärcken fan, indem ihr sehet, daß in der Schließ oder Ancker- Stange der starckeNagel I. vorgeschoben ist. Wer also in dergleichen Fällen seine Zuflucht zu dieser Armirungnehmien muß, wird damit sich hülffreiche Dienste leisten können, und falls man die Lagers Hölkervon einer Mauer zur andern, nach Anzeig Fig. 220. im Mothfall verzahnt in einander platten Fig. 220,wollte, wie von B. nach A. lincks und rechts die Figur angiebt, und dem untersten Holz eine solcheSprengung oder Ausschweiffung FED. giebet, der wird nicht minder mit dieser Fig. 220. inallerhand Angelegenheiten, wo man nicht starch genug langes Holh zu Durchzügen und Armi-rungs Hölkern haben Fan, eine schickliche Methode zu recht zu kommen, habhafft werden, jadamit auch bey denen Fuß Böden der Zimmer das Schwingen und Erzittern leichtlich verswehren können, wenn man die Haupt- Lager Hölzer, über welche die Fuß- Böden geleget werden,nach Fig. 220. zu Stande richten will; denn es ist diese Verzahnungs. Weise von unglaubbah,rer Krafft, eine aufliegende Laft zu ertragen, wie aus der Erfahrung bestättiget wird.
THO§. 163.
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Das Profil du grand Veftibule du Louvre, welches sich hier in Fig. 221. nach Beschaffenheit Fig. 221.Der Ausschaalungs. Figur befindet, stammet nicht minder aus der Möglichkeit dieser gedachtenfeitwarts schiebenden Berzahnung; denn ihr sehet, daß das Schaal Stück F. und E. in den Lager Bretten D. und C. mit schregen Einschnitten verseket, und also dagegen gespreiset sind, undso zu sagen in gewiffer Maas dasjenige thun, was insgemein eine Strebe oder die Dach Sparren seitwarts zu treiben vermögen, massen in dem Lager. Bretten B. das perpendicular- bangenade Holk, in welchem das Streb: Stück F. und G. verzapffet, eben dasjenige verrichtet, als obDie Lager. Brette B. fich so weit hinunter biß zu den Schaalunge Stücken begeben thåre.Danun die Schaalungs- Strebe F. gegen dieses perpendicular hangende Holh drucket, und überdieses die folgenden 2. Lager Bretten B. und A. mit einem horizontal- liegenden Spann. Holedagegen gespreißet/ und nicht abwärts zusincken, durch das Trag- Bieg 1. unterstüßet worden, soerhellet, wenn das Bieg I. unten auf das horizontal- liegende Holk H. über der Bogenförmiggeschlossenen Lunette nicht nachgeben kan, daß, wo zwischen das Trag- Bieg 1. und den herabshangenden Holt von B. noch die Schaalungs- Strebe G. angebracht, und geheb verseket wird,Diese sämtliche oben darüber befindliche Lager Bretten D, C, B, A, samt dem daraufliegenden La-ger- Boden, fich nicht so leicht Schwungs. Weise abwärts bewegen können, sondern durch die3. angebrachten Schaalungs- Streben E, F, G, nebst dem Trag: Bieg 1, welches in das Quer-Holz BA. oben verzapffet, für allem erschütterten Vermögen unter fich zu drucken, verhindern,wenn absonderlich diese befagte Streb Holger E, F, G, I, nach der Länge der Lager- Bretten oderBalcken öffters wiederholet werden. Da nun diese Weise nach Anzeig Fig. 221. die Schaaslung der Gewölber ausmacher, und zugleich alles Schwingen der Lager- Balcken verhindern kan/
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