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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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angedeutet, und deffen orthographischer Aufzug nach Anzeig Fig. 215. Damit correfpondiret, und Fig. 21fnicht minder das angezeigte Hang- Werck, wie aus Fig. 214. erhellet, fich gleicherweise, nach der Fig. 214Breite des Grund- Riffes von 60. Schuh breit genug aufweiset, und die angebrachten Hölzerben P, Q, A, R, V, T, S, P, W, X, Z, Y, und ZZ. solches bestärcken, wenn man die bereits vorausgefeßten Reguln der vortheilhafften Holz Verbindung hier zugleich in dem Gedächtniß hat.• Was demnach die Beschaffenheit der besagten Proportions- Regul betrifft, so verlängert dieMittel Linie eures Grund Risses LEU. hinauf nach G, und weil euch die halbe Breite UD. besGrund Riffes Fig. 211. bekannt, so bestimmer nach der äussersten Linie der Mauer HD. vondem punct D. auf die Linie DU. einen Winckel von 67. Grad 30. Minuten, und reiset nach solthem Winckel die Linie DG, so wird oben in G. die Mittel- Linie oder die Ax UG. abgeschnitten,und der Winckel in G. 22. Gr. und 30. min. bleiben, woraus ihr erkennet, daß euch die GrösseDer Fundamental- Pyramide aus der gegebenen Breite des Gebäudes sich richtig einfinden muß.Habt ihr also den punet G. oder Verticem der Pyramide gefunden, und das punctum F. auf der Lisnie DU. wegen des achteckigten Grund- Risses der Pyramide bestimmt, so ziehet von F. hinauf inG. die Linie FG, alsdenn beschreibet in dem punct U. auf der Linie DU. einen Winckel von 30°und ziehet nach solchen abgestochenen Winckel, wie hier Fig. 213. zeigt, die schrege Linie UOM. Fig, at 3hinauf, so wird selbige euch auf der Linie F G. die Section O, und auf der Linie DG. die SectionM. caufiren. Seßet alsdenn den Circul unten in U, und öffnet ihn biß O, und reiset damit vonO. nach VV. einen Bogen, so könnet ihr von der gefundenen Section auf der Linie UG, von VV. gesgenP.die Horizontal- Linie VVP. ziehen, und damit die Höhe des proportionirten Unter- Daches aussdrucken, indem die Schregheit der Pyramidal Linie DG. jugleich die Schregheit von D. biß P. desgebrochenen Unter.Daches anweiset. Die Höhe des Ober- Daches und dessen Schregheit PV.ebenfalls zu überkommen, so stellet nochmahlen den Circul in U, und öffnet ihn biß M, und besschreibet erstlich den Bogen MX, daß ihr auf der Pyramidal- Linie FOG. die Section X, und denOrt findet, wie hoch sich der Schorstein in der Figur eines Poftaments erstrecken kan. Nachdiesem lasset von dem bekannten punct M. eine Linie herüber nach N, daß selbige die Pyrami-dal- Linie FG. in V. abschneide, so giebt die Menfur NV. die Breite der Gallerie famt dem AbstandDes Poftaments, und das punctum V. zeiget die Höhe des ObersDaches an, daß ihr also um dieSchregheit des Ober- Daches zu überkommen von P. nach V. hinauf nur eine schrege Linie ziehenDörffet.§. 166.

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Und damit diese geometrische Proportion nicht nur allein in diefer bestimmten orthographischenConftruction nach Anzeig Fig.21 3. feine Richtigkeit habe, und daß das vorgestellte gebrochene Dach Fig. à ± 3:solchergestalt aus dem Profil der halben Pyramide UDGU. nicht nur allein könne hergeholet, son

dern auch aus dem Grund- Riß Fig.211. die Breite dieses gebrochenen Daches möge generiret wer Fig, attaden. Ja daß ihr sehet, wie diese meinePyramidal- Regul mit eben demjenigen, so ich Tab.3.und 4.ersffnet, harmonire, so ziehet zu einer Probe in dem halben Grund Riß der achteckigten Pyramide Fig.211, von dem punct FHI. und K. 4. Central- Qinien FE, HE, IE, und KE, und lasset alsdenn ausFig. 213. von dem schon bestimmten punct M. und O. 2. perpendicular- Linien herab in den GrundRiß Fig. 211. fallen/ so wird die perpendicular MRS. Die Section R. und S. caufiren, und die per-pendicular OQT. wird euch die Section Q. und T. auf den Central- Linien angeben: Hänget ihrnun das punet U. und Q, Q. und R, R. und S, S. und T, T. und L. zusamm, nach Anzeig diesser überschattirten Grund- Fläche, so zeiget solche Grund- Fläche die Ichnographie der paraboli-schen Sections- Linie MOU. Fig. 213. an, und wo ihr Fig. 211. die halbe Menfur RS. ergreiffet,so wird selbige oben der Menfur NV. Fig. 213. gleich seyn, und die halbe Menfur QT. Fig. 211.wird mit der Menfur VVP. übereinkommen. Endlichen aber, so ferne ihr bey der ApplicationDieser Methode nicht gerne die halbe achteckigte Pyramide Fig. 211. in Grund legen, und nochfürger davon kommen wollet, so nehmet nur die halbe Diagonal- Linie eures viereckigten GrundRiffes, nehmlich allhier die Diagonal- Menfur AE. Fig. 215/ und beschreibet aus A. von E. den Fig. 215:Bogen hinauf in F, oder welches eben so viel, setet die Menfur AF. aus A. in F, so könnet ihrvon F. nach G. die Pyramidal. Sinie ziehen, und in übrigen procediren, wie wir euch gelehret haben. Was den blinden halben Circul. Bogen Fig. 214. betrifft, so zeigt derfelbe an, wenn Fig. 2148man vermög dieser gefundenen Proportion den Circul in P. Keller, und mit der Weite PA. denhalben Circul hinauf bis in V. beschreibet, so wird damit klar, wie die Höhe des schregenUnter- Dachs AP. der schregen Höhe des flachen Ober Daches PV. nach Beschaffenheit der einegeführten authentischen Verhältniß gleich ist. Ihr sehet dahero/ daß ob ich euch schon in demersten Theil meiner nüglichen Zimmermanns Kunst Tab. VIII. verschiedene proportionirungen zuden Französischen Dächern geometrisch in plano zu zeichnen gewiefelt, doch daselbst nichts vondemjenigen hinlänglichen Grund eingeflossen ist, welcher hier in der Pyramidal- Section feinen Ulrsprung hat; dahero ich euch noch vieles getreulich zu eröffnen haber wenn GOtt Leben und Geefundheit verlephet, was bishero noch nicht an das Licht gekommen ist, wie ich denn hier gegens8 3

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