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Sciagraphia artis tignariae, oder nutzliche Eröffnung zu der sichern fundamentalen Holz-Verbindung, bey dem Gebrauch der unentbehrlichen Zimmermanns-Kunst / von Johann Jacob Schübler
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wärtig denenjenigen Zimmerleuten zu lieb, welchen auch meine hier gegenwärtige mitgetheilteProportions Regul, nach der Pyramidal- Section wegen Bestimmung des gewiffen Winckels von67. Gr. 30. min. aus Mangel der geometrischen Wissenschafft, nicht genugsam einleuchten sollte,Fig. 212. in Fig. 312, eine gang furge Methode von der Proportion der gebrochenen Dächer mitgetheilet,massen daselbst selbige finden werden, wie sie nur die halbe Breite des Hauses AC. Fig. 212. in5. gleiche Theile von A. nach C. zu theilen, und von C. biß in B. noch einen solchen Theil zu tragenhaben, alsdenn mögen selbige aus dem punct C. eine perpendicular- Linie CI. aufrichten, undauf selbige von C. biß F. 4. folche Theile der Linie CA. bringen, endlichen von F. eine Horizon-tal- Linie FG. für den Bruch des Daches führen, diese Linie FG. aber vornen bey G. entwederdurch eine aufgerichtete Linie HG. abschneiden, oder FG. so lang als CH. oder CF. machen.Uber dieses mögen sie auch aus A. mit der Weite AB. den angezeigten blinden Bogen hinaufnach E. beschreiben, und diesem entgegen aus C. mit der Weite CA. einen andern blinden Bogenbiß D. entrichten, damit die Interfection E. bekannt werde/ und durch selbige unten von dem punctA. hinauf in E. biß I. können eine Linie gehen lassen, um auf CI. das punctum I. bekannt zu maschen. Endlich aber weiset diese Fig. 212. ihnen an, wenn sie von dem gefundenen punct I. nachG. eine schrege Linie ziehen, daß nicht allein die Schregheit des Ober Daches KG. gefundensondern dieses Ober.Dach KG. etwas länger als das Unter.Dach sich entdecket hat, wie es nachder gemeinen Weise, wo man keine Gallerien, wie in Fig. 213. gebraucht, billig seyn muß, undbey ordinairen Wohnhäusern, sonderlich in engen Straffen, bequem seyn wird.§. 167.

20,

In Betrachtung der erst angeführten/ und biß hieher ins Licht gefesten Häng- Wercken,Tab. 19. und vortheilhafften Berbindlichkeit der Hölzer, habe ich hier in Tab. 19. und 20. nicht sowohlwegen der Zimmerleute als der jungen angehenden Ingenieurs und Liebhaber der Baus Kunst, alslerhand Holzwerck mit ihren gehörigen Einlochungen, Verzapffungen und Verkämmungen ingrossem Form recht corperlich scheinend, perfpectivisch vorgestellt, daß so man entweder ein kleines Modell von einem Gebäud zu verfertigen habe, und ein angehender Liebhaber einen Tischler,der das Modell vollenden soll, und deme doch gleichwohl der Zimmerleute ihre Einschnitte nichtbekannt, sondern erst angegeben werden müssen, ja über dieses öffters ein Ingenieur selbsten durcheine deutliche Anzeigung die schlechte und gute Verkämmung und Einplattung nach Gelegenheit einem Bau- Herrn zu Papier zu bringen und abwesend überschicken sollte, solche Einschnitteaber nicht allemahl aus dem Stegreif herzeichnen kan, und deßwegen auch gleichwohl von denen Werckleuten deßhalben nicht als unwissend angesehen seyn will: Also habe ich um dieserFig. 227. und dergleichen Bewegungs- Ursachen halben, eud) in Tab. 19. Fig. 227,228, 229, 230,231,232,240, 233, 234, 235, 236, 237,238, 239, u. 240. auf das deulichste unter Licht und Schatten nebst einesjeden Holzes gewöhnlichen Namen und Einschnitte ausgedrucket, und so gar von denen Lager Bretten ihren Kopffen, wie auch von denen Einschnitten des Durchzuges Fig. 236. blinde parallel ginienperpendicular von den Einschnitten auf die Kämme und Verplattungs- Stücke herabfallen lassen,daß ihr also auf einem Blick erkennet, welche Theile ineinander passen müssen, insonderheit, weilich auch an jedes Eck/ welches in Confideration fommen fan, Buchstaben des Alphabeths zu Ereinnerungs. Zeichen hinzugethan, und in übrigen die meisten Gattungen, so bißhero unter denpractischen Werckleuten ufuel gemacht, klärlich zu einem Muster und Gebrauch vorgeriffen. Eingleiches Unternehmen und Deutlichkeit unter einem zerstückten Dach Werck mit seinen angehörigen Hölzern, wenn selbiges auf Französische gebrochene Art nach der starcken teutschen Manier mit Dach Schwellen, Dach Pfetten und Winckelrechten Zapffen an denen liegenden Dach-Fig. 241. Säulen soll ausgeführet werden, erhellet aus denjenigen Stücken Tab. 20, welche unter Fig. 241,255. 242,243,244, 245, 246,247, 248, 249, 250, 251,252/ 253,254, 255. enthalten, und in Fig. 256.Fig. 256. und 257.habe ich dasjenigeSimß- Werck AD. vorgebildet, welches bey dem Bruch des Dachs mit257. der Einlochung 1. an die Kehl Bretten ihren hervorragenden Zapffen ccbacc. Fig. 241. gestecktwird. Bey dem punct G. 256. habe ich durch die puncta angedeutet, wie man ben Aufwendung desKostens wohl thue, dieses Sims Werck mit kupffernen Blech zu überziehen, und die Ziegel B.an die Dach Latte C. recht unter das Sims Werck anhängen müsse. Bey F. und C. wird auchgewiesen, wie die geraden oder so genannte Kühe Mauler Ziegel, als auch die übrigen, so mitF. ausgedruckt, über dem Sims- Werck nach Proportion aufliegen, und nicht so spöttlich nachder gemeinen Weise überhängen müssen, falls man aber dieses Sims Werck nicht mit Kupfferbedecken wollte, oder ein Sims. Werck, wie 257. zeigt, anwenden müste, mögen die Ziegel, wieben F. gewiesen, ein wenig überhangen. Das übrige, was in dieser Tabelle von dem ZapffensWerck und der Einlochung angedeutet, und mit Buchstaben und beygeschriebenen Nahmen besmercket ist, wird eure Attention in Nachmachung kleiner Modelle völlig begreiffen und anwenden können, ja die Werckleute selbsten, werden daraus eine Erinnerung erlangen, wie sie zuverfahren haben, weilen nicht eben alle Zimmerleute die Winckelrechten Zapffen A C. in Fig-

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