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Ventilation.
Hofgartencaserne im September . .
. 2,78
pro
mille
Tiirkengrabencaserne im November
. 4,95
n
11
Alte .Tägercaserne im October
. 3,62
>9
11
Kürassiercaserne im October . . .
. 4,29
11
11
Hanptwache im März.
. 5,36
11
11
Gendarmerielocal im März ....
. 3,17
Die in der vorhergehenden Tabelle
aufgeführten
Mengen vo®
Kohlensäure sind fast sämmtlich weit unter
der Menge, welche manch 6
Autoren, die über Ventilation geschrieben haben, noch gestatten \viU'"den. Durchgehends erwies sich aber bei den zahlreichen Unters uohui'"gen Oertel’s, dass 1 pro mille Kohlensäure wirklich als die Grenz ezwischen guter und schlechter Zimmerluft angenommen werden darfBei 2 pro mille Kohlensäure trug die Luft stets schon sehr wahrnehn 1 "bar alle Kennzeichen der Verdorbenheit an sich. —
Was unter den Umständen, unter denen diese Kohlensäurebestim'mungen gemacht werden, von jeher höchst auffallend war, ist der Um'stand, dass die gefundene Menge Kohlensäure ganz auffallend geriü'ger ist, als von den im Raume athmenden Personen während einer be*
stimmten Zeit erzeugt worden ist. Man kann für einen’ Mensche 11durchschnittlich 1 /< t Liter Luft auf einen Athemzug, und 12 Athemzügein der Minute rechnen. Die ausgeathmete Luft enthält etwa 4 ProC-Kohlensäure. Hiernach lässt sich leicht annähernd berechnen, wie vielein Mensch in einer Stunde der Luft eines Raumes bloss durch de' 1Athem Kohlensäure mittheilt. Es fragt sieh nun, wie diese Kohlensäureaus dem Raume verschwindet. Wären unsere Wohnungen hermetischabgeschlossen, so könnte die Kohlensäure nicht verschwinden, da ?schnellere oder langsamere Verschwinden der Kohlensäure ist mithinzugleich ein Maassstab für die Communication der Luft unserer Woh"nungen mit der freien Atmosphäre. Die Wege, auf denen sich die Koh'lensäure aus einem Raum entfernt, sind wesentlich zweierlei, ersten 3durch Diffusion, zweitens durch Luftwechsel. Der Einfluss der Diff* 1 'sion ist bei der geringen Menge Kohlensäure in der Zimmerluft (al?°bei dem geringen Diffusionsüberdruck der Zimmerluft gegen den Koh'lensäuredruck der freien Atmosphäre) nicht bedeutend: gewiss 9 /i»der verschwindenden Kohlensäure werden durch den Luftwechsel ent'führt.
Es fragt sich nun, wie man sich den Luftwechsel in einem Zim-mer mit geschlossenen Fenstern und Thüren vorstellen soll V Vor Al-lem muss man sich von der irrigen Vorstellung lossagen, als könnt 6man einen Raum von 1000 Cubikfuss Inhalt, wenn seine Luft verdor-ben ist, mit 1000 Cubikfuss Luft wieder vollständig reinigen. P® äwäre nur möglich, wenn sich die eindringende frische Luft mit der ver-dorbenen und fortgehenden nicht mischen würde, wenn die reinedie verdorbene einfach verdrängen würde. Ein richtiges Bild g e 'winnt man, wenn man sich ein Gtefäss z. B. ein grosses Fass mit ein efZufluss- und Abflussrohre denkt. Das Fass enthalte eine gefärbte Flu-sigkeit, welche in fortwährender Bewegung erhalten werden kan® -Durch die Zuflussrohre führe man eine ungefärbte Flüssigkeit ein, 'che sich mit der gefärbten Flüssigkeit mischt, diese fliesst inMaasse ab, als die ungefärbte Flüssigkeit zuströmt. Wenn die Färb®intensiv ist, so werden wir ganz erstaunlich oftmal den Inhalt d®'Fasses von ungefärbter Flüssigkeit brauchen, bis das Ablaufende ni®®