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Ventilation. 145
n ’ e hr gefärbt erscheint. Die Entfernung der gefärbten (unreinen) FIüs-S . l Skeit gelingt eben nur durch eine sehr allmälig fortschreitende Ver-''onung. Da die Beweglichkeit und Mischbarkeit luftförmiger Körper,l0 ch viel grösser ist und leichter von Statten geht als bei tropfbar-flüssi-f«,so kann man von vornherein annehmen, dass die Reinigung einer ver-° r benen Zimmerluft enorme Mengen frischer Luft consumiren wird. Ebenara us geht auch hervor, dass kleinere Räume schneller und mit verhält-nismässig viel wenigerLuft wieder rein gelüftet werden können als grosse,a,) cli in dem Fall dass die Menge der Verunreinigung gleich gross ist.
Unter der Voraussetzung, dass die einströmende frische Luft sich8 °fort mit der vorhandenen unreinen Luft eines Raumes mische (wasa tch durch directe Bestimmungen der Kohlensäure der Luft an ver-miedenen Punkten des Raumes leicht als richtig erwiesen werdenan n) und dass die Abnahme der Kohlensäure vorwaltend durch sol-. en Luftwechsel erfolge, hat man an der Abnahme der Kohlensäure' n einer Zimmerluft einen sicheren Maassstab für den stattfindendentutwechsel. Wenn man in einem Zimmer oder in einem Saale Ivohlen-Sa üre (aus doppelt-kohlensaurem Natron und Schwefelsäure) entwickelt,UQ( 1 nachdem die Entwickelung beendigt ist von Zeit zu Zeit die Kohlen-® a Ure in der Luft nach Pettenkofer’s Methode bestimmt, so kann manbeobachtete Abnahme der Kohlensäure in ein cubisches Maass fürle zufliessende frische Luft verwandeln, welche nothwendig war um,, Ul 'ch Mischung diese Verdünnung hervorzubringen. Seidel hat hier-Ur folgende Formel aufgestellt:
Wenn m das Volum Zimmerluft, p deren anfänglicher Kolilen-Sa Uregehalt pro mille, ferner a der Kohlensäuregehalt des Volums m° ac h einer bestimmten Zeit, ferner q der Kohlensäuregehalt der fri-8c hen Luft ist, so findet man das Volum frischer Luft y, welches in-dischen einfliessen musste, um den Kohlensäuregehalt des Volums inv °n p au f a zu erniedrigen, in folgender Weise ausgedrückt:
y — 2,30258 ...»». Log --•
r a — 9
t“°9 bedeutet den tabulären Logarithmus, welcher als Differenz zweierlj0 garithmen gefunden wird:
Log - -- = Log (p — a) — Log (ä — q').
j\. a 1
le se Methode, den freiwilligen Luftwechsel in einem gegebenen Raumbestimmen, leidet an dem Gebrechen, dass der Verlust an Kohlen-8 dre in Folge von Diffusion nicht mit in Rechnung gezogen, sonderny e ganze Abnahme so betrachtet wird, als erfolgte sie lediglich durch. er dünnung mit frischer Luft. In der Praxis hat sich aber gezeigt,a Ss d ei . Maassstab trotz dieser Ungenauigkeit doch sehr brauchbare,® s ultate liefert, und dass der Kohlensäureverlust eines WohnraumesUr ch Diffusion nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt.
Pettenkofer hat auf diese Art die wesentlichsten Einflüsse, wel-Ca ® sich bei der natürlichen Ventilation unserer Wohnräume geltendtIlac hen, untersucht*). — Den hervorragendsten Einfluss übt die Diffe-re äz der Temperatur im Zimmer und "im Freien.
Das Zimmer, in welchem Pettenkofer seine Versuche machte,
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l ) Siehe dessen: Luftwechsel in Wohngebäuden S. 78.‘hdwörterbuch der Chemie. Bd. IX.
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