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Neunter Band.
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164 Verbindungen, chemische.

doch stets dieselbe Zusammensetzung zeigt; dass, wenn man auf s _ iewiederholt Lösungsmittel, so dass nur ein Theil gelöst wird, einwir'ken lässt, das ungelöst Bleibende stets dieselbe, und auch es und dasLösung Uebergehende die nämliche Zusammensetzung hat; dass he 1wiederholtem Umkrystallisiren ihre Zusammensetzung sich nicht verändert; dass sie als ein Ganzes einer Aenderung des Aggregatzustande 3fähig ist, bei einer constanten Temperatur vollständig schmilzt ode rerstarrt, bei einer constanten Temperatur siedet und sich dabei voll'ständig in Dampf verwandelt. Bei Verbindungen nach veränderliche 11Verhältnissen zeigen sich Aenderungen im Zusammensetzungsverhältm 36je nach den Umständen (bei gesättigten Lösungen oder Absorptionenz. B. je nach Temperatur oder Druck) oder stetige Aenderungen diese»Verhältnisses unter zersetzenden Einflüssen (Temperaturerniedrigung7 . B. bei gesättigten Salzlösungen, Temperaturerhöhung bei Absorpti 0 'nen, Einwirkung von Lösungsmitteln u. a.), wie sie bei Verbindungennach festen Verhältnissen nicht Vorkommen; und bei Verbindungennach veränderlichen Verhältnissen ist gewöhnlich der Uebergang lDeinen andern Aggregatzustand mit einer Zersetzung verbunden, soter 0ein Theil einer solchen Verbindung bei einer andern Temperatur et'starrt oder flüssig wird oder den Dampfzustand annimmt, als ein an de'rer. — Endlich noch zeigt sich bezüglich der Temperaturveränderung’welche bei der Bildung von Verbindungen nach veränderlichen Vefhältnissen statt hat, wesentlich der Einfluss der Aenderung im Aggr®'gatzustand, welche diese Bildung etwa begleitet. Bei der Verflüss 1 'gung fester Körper, indem sie zu Bestandtheilen von Lösungen na 0 ' 1veränderlichen Verhältnissen werden, wird wie bei dem Schmelzen de*Körper Wärme latent und tritt Temperaturerniedrigung ein; bei de*Absorption von Gasen durch Flüssigkeiten wird wie bei der Verdick'tung elastisch-flüssiger Körper zu tropfbar-flüssigen Wärme frei. B elder Bildung von Verbindungen nach festen Verhältnissen wird ab e *ohne Rücksicht darauf, welche Aenderungen im Aggregatzustand dab elvor sich gehen, in der Regel Wärme frei.

Die angeführten Merkmale genügen nicht in allen Fällen, 11,1Sicherheit darüber zu entscheiden, ob eine Verbindung nach feste 1 * 1Verhältniss zusammengesetzt sei oder nicht, und wiederholt hat man eia 6Zeit lang eine Verbindung als nach festem Verhältniss zusammengeset**betrachtet, während man später erkannte, dass sie eine Verbindung naß 11veränderlichem Verhältniss ist. Bei ganz gleicher Löslichkeit zwei efKörper kann die Behandlung einer Verbindung derselben nach veräaderlichen Verhältnissen mit dem Lösungsmittel wie auch das Umkffstallisiren die Zusammensetzung ungeändert lassen. Ebenso kann ei° eVerbindung nach veränderlichen Verhältnissen, deren Bestandteilzwei Flüssigkeiten von gleichem Siedepunkt sind, einen ganz constanf®Siedepunkt haben; oder für die Absorption eines Gases in einer Flüssigkeit kann bei einem gewissen Zusammensetzungsverhältniss sich e1 ^constanter Siedepunkt und Gleichbleiben der Zusammensetzung beiDestillation ergeben, ohne dass daraus mit Bestimmtheit zu folg e *wäre, dass diese Verbindung eine nach festem Verhältniss sei- ,wurde im Artikel Sieden (Bd. VII, S. 882) daran erinnert, ^z. B. für die wässerige Chlorwasserstoffsäure von constantem Sie. #punkt in neuerer Zeit nachgewiesen worden ist, sie sei keine Verb 11 *düng nach festen sondern eine nach veränderlichen Verhältnis 3