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Neunter Band.
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166
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166 Verbleien.

aus zwei unzerlegbaren Körpern sich bildenden (HO; KO; Zn0;S0 3 z.B.)>als Verbindungen zweiter Ordnung diejenigen, welche eine Ver-bindung erster Ordnung als Bestandtheil in sich enthalten (€ll -j- 10 HO)KO.HO; Zn0.S0 3 u. a.), als Verbindungen dritter Ordnungwiederum die eine Verbindung zweiter Ordnung als Bestandtheil *”sich enthaltenden (ZnO . S0 3 -j- 7HO; ZnO. S0 3 -j- KO. S0 3 ) u. s. ^Der letzteren Eintheilung der Verbindungen je nach der Ordnung der-selben legt man jetzt weniger Wichtigkeit bei als früher, weil man jetztes als zweifelhafter betrachtet, ob oder in welchen Verbindungen dienäheren Bestandtheile wirklich erkannt werden können. In dem Vor-hergehenden haben wir den Ausdruck: Bestandtheile im weiteren Sinnedes Wortes gebraucht zur Bezeichnung der Körper, durch deren Ver-einigung sich eine Verbindung bildet. Aber für viele Fälle ist schonseit längerer Zeit anerkannt, dass die zu einer Verbindung zusammen-tretenden Körper nicht als nähere Bestandtheile in der Verbindungenthalten seien, und in der neueren Zeit hat man noch viel allgemeinerin Zweifel gezogen, dass die Synthese complicirterer Verbindungen etwa 3Sicheres über die Constitution oder die näheren Bestandtheile derselbenlehren könne. Kp.

V erbieten. Da das Blei der Einwirkung von mancherlei Agen-tien besser widersteht als Eisen, Zink, Zinn, hat man sich bemüht)eiserne, auch kupferne und messingene Bleche, Kessel u. s. w. mWBlei zu überziehen. Früher war man darauf beschränkt, eiserne Ge-genstände, welche z. B. der Einwirkung von Schwef elsäure widerstehensollten, mit Bleiblech zu übergiessen und wo nöthig die Schnittflächenmit Hülfe des Wasserstoffgebläses zu verlöthen. So überzieht manheute noch die Dreifüsse, welche in den Salpeterkammern bei derFabrikation der Schwefelsäure nach englischer Methode die Steingut-schalen der Cascaden tragen, mit Bleiröhren und Bleiblech. Schale*)und Kessel z. B. zur Behandlung von Kochsalz mit Schwefelsäure be*der Darstellung von Glaubersalz für die Glasfabriken, welches keinEisen enthalten soll, schlägt man mit Bleiplatten aus, die man durchHämmern an die Wände einer abgenutzten oder gesprungenen gusS'eisernen Pfanne dicht aufdrückt. Levesque *) empfiehlt das zur Un'terlage dienende Metall entweder zuerst zu verzinnen oder zu verzinken)dann ein zweites Gefäss aus dünnem Eisenblech so anzufertigen un^aufzustellen, dass es überall einen gleich weiten der Dicke der erstrebtenBleischicht entsprechenden Abstand von dem zu verbleienden Gefäs 3 ®behält. Die innere lorm reibt man sorgfältig mit Graphit ah und gicä?^in den Zwischenraum Blei, nachdem man sowohl die Unterlage wie di®Form durch um- und eingelegte Kohlen oder durch einen heissen Luft'Strom passend erwärmt hat. Das Blei wird an der Verzinnung hafte”’an der graphitirten Form nicht.

In vielen Fällen sind jedoch diese dicken Ueberzüge weder nöthignoch brauchbar. Aber eine Verbleiung des Eisens mit reinem Bl® 1gelingt nicht so leicht wie die Verzinnung. Parkes 2 ) schlägt dahe fvor, eine Legirung aus 9 Thln. Blei, 1 Thl. Zinn, 1 Thl. Antimon

*) Armengaud, Genie industr. 1854, p. 298; Diugler’s polyt. Journ. Bd. CXX^lB’S. 104. — 2 ) Chem. Gaz. 1849, p. 492 ; Jahresber. von Liebig u. Kopp, 1®u. 1848, Bd. I, S. 1027.