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Neunter Band.
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Verbleien. 167

einem Gemisch von Kochsalz und Chlorbarium bedeckt zu schmelzenend in dieselbe die Eisenbleche mit blanker Oberfläche einzutauchen,auf gleiche Weise wie bei der Verzinnung (s. d. Art.) verfahrenwird. Callan 1 ) giebt an, dass man auch Legirungen von 7 bis 8 Loth®lei mit 1 Thl. Zinn verwenden könne, Legirungen welche aber zu-gleich etwas Antimon und Zink enthielten seien jedoch dauerhafter.

So überzogener Draht widerstehe besser als verzinkter dem Meer-nasser und solche Bleche besser als alles andere der auflösendenWirkung des Zuckersaftes, der eisernen Schiffen so gefährlich bei demTransport von Rohzucker sich erweise.

Girard’s 2 ) Vorschlag, die Schwierigkeit des festen Anhaftensdes reinen Bleies auf Eisen durch Legirung desselben mit 1 bis 2 Proc.^inn und 6 Proc. Arsen zu bewirken, wird für sehr viele Zweckebedenklich erscheinen.

Leyshon 3 ) giebt an, dass das Verbleien wohl gelinge, wenn manr eines Blei in einer tiefen Pfanne schmelze und mit einem Zinkstabe,den man vorher mit Salmiaklösung abgerieben habe, umrühre, so dassWenigstens 1 Loth Zink auf 3 Centner Blei aufgelöst würde. Auf derTfanne bringt er eine Scheidewand an, die nur wenig in die Legirungeintaucht. Auf der dadurch in zwei Hälften getheilten Oberfläche desSeschmolzenen Bleies schwimmt einestheils ein Stück Salmiak, welchesdieselbe rein erhält; die andere Hälfte ist mit feinem staubfreien Sandbedeckt. Man taucht das vorher in Säure abgebeizte in Salmiaklösunga bgewaschene rasch in der Wärme getrocknete Eisenblech auf der® l nen Seite der Pfanne ein, führt es mit Hülfe einer Zange unter derScheidewand durch und zieht es durch die Sanddecke heraus.

Morewood und Rogers 4 ) führen das gereinigte Eisenblechdurch ein Paar Walzen, welche in das Bleibad tauchen, in dasselbe6 *ii, ein zweites Walzenpaar hebt das Blech wieder heraus und streiftdas anhängende Metall nach Verlangen mehr oder weniger ab, während^gleich die Oberfläche dadurch glätter wird. Nach derselben Mitthei-,,n g soll man auch Zink mit Blei plattiren können, wenn man BlecheVor > beiden Metallen, welche blank geschabt sind, aufeinanderlegt und2 Wischen Walzen kalt hindurchgehen lässt, die so fest gestellt sind, dassSle das Zink etwas strecken.

b Bringt man Kupfer oder Messingblech in eine heisse Lösung vonBleioxyd in alkalischer Lauge 5 ) und berührt es mit einem Stück Zinn,S ° schlägt sich auf dem Blech eine gleichmässige Lage von Blei nieder,Während sich Zinn löst. Ist das Blech stellenweise verzinnt, so setzt* l . c b hier das Blei in viel dickerer Lage ab. Es scheint, als sei hierdurchle Möglichkeit gegeben, kupferne Gefässe mit einer so starken Blei-gewicht auszukleiden, dass sie z. B. in der Weinsäurefabrikation An-wendung finden können. Ein schwacher galvanischer Strom schlägtsolcher Lösung Blei in zusammenhängender Schicht nieder 6 ).

Das technische Verfahren demgemäss die heute im Handel nicht^lten mehr vorkommenden und gesuchten verbleieten Eisenwaaren

a l ) Practical Mechan. Journ. 1854, p. 67 ; Dingler’s polyt. Journ. Bd. CXXXIV,' H. __ 2) Technologiste 1853, p. 295. — s ) Polyt. Centralbl. 1861, p. 13018 S ,? C P- of P»t. Invent. 1861, p. 24. — 4 ) Dingler’s polyt. Journ. Bd. CXXIX,“®4, aus (] cm jj e p_ 0 f pat. Invent. 1853, p. 357. — 6 ) Dingler’s polyt. Journ.■ CLXin, S. 313. — 6 ) Dingler’s polyt. Journ. Bd. LXXXIX, S. 32.