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Neunter Band.
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174 Vercoacken. — Verdauung.

sens; heftig weissglühendes Eisen zeigt in der Luft und zum Glühenerhitztes Eisen in Sauerstoffgas andauerndere Verbrennung, welche da-durch, dass bei der höheren Temperatur das Eisenoxydoxydul schmilz* 1und abfliesst, begünstigt wird). Andererseits bezeichnet man als voll"korrtmene Verbrennung die Verbindung der brennbaren Substanz mitdem möglichen Maximum an Sauerstoff, als unvollkommene die mit ei-ner geringeren Menge (Verbrennen des Phosphors zu Phosphorsäureist in diesem Sinne vollkommene, Verbrennung zu phosphoriger Säureunvollkommene Verbrennung).

Ueber die sogenannte Selbstverbrennung vgl. Bd.VII, S.7B6-

Kp.

Vercoacken, Verkoken, d. i. Verkohlen derSteinkohlen ( s . d. Art. Ed. VIII, S. 254).

Verdampfen, s. Abdampfen 2. Aufl. Bd. I, S. 2,und Verdunsten s. d. Art.

Verdauung 1 ). Um in Blut und Gewebe übergehen zu kön-nen, müssen die Nahrungsmittel eine chemische und moleculare Um-setzung erleiden, welche durch.die Secrete gewisser Organe vermitteltwird. Diese der Assimilation der Nahrungsmittel vorhergehende Um-Wandlung derselben nennen wir Verdauung, und die dabei thätigenOrgane Verdauungsorgane. Wir haben es hier natürlich nur mit denchemischen Vorgängen dieses Procosses zu thun, der bereits in derMundhöhle beginnt und erst im Dickdarm sein Ende erreicht. Diedabei betheiligten Secrete sind der Speichel, der Magensaft, der pan-kreatische Saft (Bauchspeichel), die Galle und der Darmsaft. Da dieBedeutung dieser Secrete für die Verdauung bereits unter SpeicheltpankreatischerSaft, Magensaft, Pepsin, Galle und Darm -saft (s. d. einzelne Art.) grossentheils erörtert, und auch der ganzeVorgang unter „Ernährung“ (2. Aufl. Bd. II, 3. Abth. S. 821) i Dden allgemeinsten Umrissen gegeben ist, so beschränken wir uns hierdarauf, die Magenverdauung mit besonderer Berücksichtigung der neue-ren wichtigen Untersuchungen von Lehmann, Brücke, Meissneru. A. näher ins Auge zu fassen, und das hierüber unter Magensaft undPepsin Gesagte zu ergänzen.

Es kann gegenwärtig als ausgemacht gelten, dass als charakte-ristische und mit, seiner physiologischen Function in nächster Bezie-

1) Literatur: Bidder u. Schmidt, Verdauungssäfte u. Stoffwechsel, S. 29.— CI. Bernard, Le'ijons de physiol. experiment. Paris 1856. — C. Schmidt,Annal. d. Chem. u. Pharm. Bd. XCII, S. 42. — Hübbenet, Disquisit. de succ,gastr. Dissert. Dorpat. 1850. — Grünewaldt, Archiv f. phys. Heilk. Bd. XlH>S. 459. — Schröder, Succ. gastr. hum. vis digest. Dissert. Dorpat. 1853.

F. Smith, Journ. de physiol. T. X, p. 146. — Knoop Coopmans, Archiv, f*holl. Beitr. Bd. I, S. 1. — E. Brücke, Sitzungsber. d. k. Akad. d. Wissensch. ' lUWien, Bd. XXXVII, S. 131; Bd. XLIII, S. 601; vergl. ausserd. Ludwig, Lehrb.d. Physiol. 2te Aufl. Bd. II, S. 356, 625. — Meiss ner, Zeitschr. f. rat. Med. [3*JBd. VII, VIII, X. — Meissner u. Büttner, Zeitschr. f. rat. Med. Bd. XD’S. 46 ; vergl. ausserd. Ber. üb. d. Fortschritte d. Anat. u. Physiol. herausgegebej 1von Henle, Keferstein u. Meissner im Jahre 1861, S. 24B. — Hoppe, Archiv •pathol. Anat. Bd. X, S. 144; vergl. ausserd. Lehmann, Lehrb. d. phys. Che 111 '2te Aufl. Bd. II, S, 35. — Derselbe, Zoochemie 1858, S. 24. — Gorup-Bes_ a-nez, Lehrb. d. physiol. Chem. S. 451 u. 757- — Frerichs, Art. Verdauung ^Handwörterb. d. Physiol.