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Neunter Band.
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181
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Verdauung. 181

möglich, dass sehr junge Holzfaser, wie sie in den grünen Gemüsenv orkommt, wenigstens zum Theil aufgeschlossen werden könnte; füreine Auflösung derselben bei Pflanzenfressern sprechen mehrere Beob-achtungen (Frerichs. Mulder. Donders). Gummi wird in denTerdauungssäften aufgelöst, aber nicht chemisch verändert; nach denVersuchen von Busch übrigens auch nur sehr unbedeutend resorbirt;ähnlich wie Gummi verhalten sich Pectin und Pflanzenschleim.Stärke wird, wenn sie gekocht oder sonstwie wie beim Backen des£>rotes aufgeschlossen ist, durch den Speichel in der Mundhöhle undlr n Magen, durch den pankreatischen und Darmsaft mehr oder wenigerr asch in Traubenzucker verwandelt. Dextrin findet sich im DarmebUr in geringen Mengen und wird jedenfalls sehr rasch in Trauben-*Ucker verwandelt. Traubenzucker erleidet weder durch den Spei-ehel noch durch den Magensaft eine Veränderung und findet sich da-her bis in den Dünndarm hinein noch als solcher; ein Theil desselbenkleidet aber im Darme eine Umwandlung in Milch - und wahrschein-lich auch in Buttersäure; das unter den Darmgasen auftretende Wasser-8 toffgas stammt zum Theil wohl daher. Milchzucker erleidet ausserSeiner Lösung bis in den Leer- und Grimmdarm keine Verände-rung, geht aber hier jedenfalls zum Theil und insofern er bis dahinUoch nicht resorbirt ist in Milchsäure über. Rohrzucker wird inTraubenzucker verwandelt, diese Umwandlung geschieht im Darm'Weh ein bisher noch nicht ermitteltes Agens. Die Fette erleiden we-W im Magen noch im Darme eine chemische Veränderung, wohl aberWerden sie in letzterem unter Mitwirkung des Bauchspeichels, derGalle und des alkalischen Darmsaftes sehr fein emulsionirt, in ausser-0r dentlich feine Tröpfchen vertheilt. Albuminate werden durch dieWirkung des Magensaftes und subsidiär auch durch jene des Bauch-Wichels und Darmsaftes allmälig, auch dann wenn sie ursprünglichWeh die freie Säure des Magensaftes coagulirt wurden, gelöst undr°n dem phosphorsauren Kalk, mit dem sie verbunden waren, getrennt;v °n letzterem wird wenigstens ein Theil durch die freie Säure des Magen-saftes ebenfalls gelöst; dass sie dabei in die verschiedenen Peptone ver-handelt werden, kann nach den Versuchen mit künstlicher Verdauungs-Lässigkeit wohl kaum bezweifelt werden, obgleich man darauf hingewie-W hat, wie es sich mit der Einfachheit der Mittel, deren sich in derW?el die Natur bedient, nicht wohl reime, dass im NahrungsschlauchW Albuminate in Peptone verwandelt werden sollten, nur um sichAbseits des Darmrohrs in den Chylusgefässen wieder in AlbuminateWück zu verwandeln. Abgesehen davon, dass teleologische Anschauun-gen hier unmöglich den Ausschlag geben können, würde die Annahme,Ws der Magensaft ausserhalb des Organismus aber unter sonst mög-est analogen Bedingungen die Albuminate in einer anderen Weise,° s en sollte wie innerhalb des Magens, voraussetzen, dass dafür ganz.Stimmte Gründe sprechen; solche Gründe fehlen aber durchaus. EsWn übrigens als ein teleologischer Grund für denUebergang der Al-,?biinate in Peptone auch im Organismus die Thatsache gelten, dassW Albuminate als solche nur sehr wenig der Osmose fähig sind, wohlWr die Peptone. Leimgebende Gewebe werden durch den Magen«W n n( j su bsidiär wahrscheinlich auch noch im Darme in lösliche nichtjj'Winirende Substanzen verwandelt. Knochen werden in der Ver-'Wung fleischfressender Thiere durch den Magensaft in der Weise ver-