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Vergolden.

Firniss überzogen werden, weil er unter diesen Umständen ein Rissig'werden veranlasst, wird es aber nur zur Zimmerdecoration benutzt, ®°kann man nach einiger Zeit mit einem farblosen Weingeistfirniss über-ziehen, der viel zur Haltbarkeit beiträgt.

Eine polirte Oelvergoldung für ähnliche Zwecke wird herge*stellt, indem man den Grund aus Bleivveiss mit seinem halben Gewichtgelbem Ocker und etwas geschlämmter Glätte mit fettem Oel angerie-ben bereitet, darauf wird der vorher erwähnte harte Grund aufgetrageDin 6 bis 8 Lagen, welche man jedesmal 24 Stunden trocknen lässt.Nach völligem Trocknen schleift man mit Bimsstein und Wasser, trägtdarauf mehre Lagen Lackfirniss, den man mit Schachtelhalm und Zinn-oxyd schleift und so vollkommen als nur möglich polirt. Dann trägtman eine äusserst dünne Schicht Firniss auf und belegt diese, so w 1 ®sie zähe geworden, mit Goldblatt, welches mit Baumwolle und DachS'haarpinseln angedrückt wird. Nach mehreren Tagen des Trocknen®überzieht man mit Goldlack, dann mit weissem G’opallack in mehrere 11

Lagen, endlich polirt man mit Tripel, zuletzt mit Stärkmehl.

2. Vergoldung mit Blattgold durch Adhäsion. Be*Säbeln, Gewehrläufen und dergleichen werden oft vergoldete Verzierun-gen angebracht. Man überzieht zu dem Zweck die fein polirten Gegen-stände mitAetzgrund (s. 2.Aufl. Bd. 1, S. 331), radirt die gewünschtenVerzierungen hinein, ätzt die entblössten Stellen mit Salpetersäure rauhtspült mit Wasser, entfernt den Aetzgrund mit Terpentinöl, erhitzt bis zutnBlauanlaufen und legt auf die rauhen Stellen Goldblätter in doppeltetLage, drückt sie mit Baumwolle, dann mit dem Polirstahle fest a0‘Man kann darauf beliebig viel Goldblättchen andrücken, muss abernach je zwei Blättchen poliren. Statt die zu vergoldenden Stellen &ätzen, macht man sie auch bisweilen durch Ritzen mit einer scharfe 11Klinge rauh (man nennt dies deshalb die rauhe Vergoldung) undbefestigt das Gold darauf wie vorher beschrieben durch Andrücke 11und Poliren. Man bedarf aber, um die tieferen Rauhheiten zu vet'decken, mehr Lagen Goldes als bei geätztem Grund.

3. Vergoldung durch Anreiben, kalte Vergoldung'Diese Methode findet hauptsächlich Anwendung bei Silberarbeiten, ob-wohl sie auch auf Messing, Kupfer und Neusilber ausführbar ist.dient am häufigsten, um schwach im Feuer vergoldetem Silber ein®schönere Farbe zu ertheilen, da diese auf Silber immer etwas bla® 5ausfällt, oder um einzelne kleine Stellen bei Gegenständen welche gal-vanisch vergoldet worden sind leicht mit Gold zu bedecken, die ohn ebesondere Vorrichtung nicht mit der Flüssigkeit in Berührung gebrach 1werden konnten.

Um das Gold in möglichst feiner Vertheilung zu erhalten, 18®jman Gold in Königswasser so lange letzteres davon aufnimmt, ud“lässt die erhaltene Flüssigkeit von feinen Leinen- oder BaumwollläpP'

chen aufsaugen, trocknet dieselben, zündet sie an und erhält ei® 6dunkelpurpurrothe staubförmige Asche, sogenannten Goldzunde r ’der wesentlich aus sehr feinvertheiltem metallischen Gold besteht.

Soll die Vergoldung röther ausfallen, so setzt man etwas Kupl® rbei der Auflösung zu, oder nimmt Gold von rother Karatirung (s. -A 1 ^Legirung Bd. IV, S. 814), oder man fügt der Lösung etwas Grij 11span zu. Einen etwas angebrannten Kork befeuchtet man mit E s3 '=jin welchem man Kochsalz gelöst hat, nimmt etwas Goldzunder auf 1111

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