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Neunter Band.
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199
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Vergolden. 199

Eichen rothen Farbe hervor, was daher rührt, dass aufgelöstes Kupferdurch das Zink auf das Arbeitsstück metallisch gefällt wird. Kann■«an nicht sogleich zum Aufträgen des Amalgams schreiten, so lässtUlan die Stücke in reinem Wasser liegen, denn einmal abgetrocknetUiüssen sie sofort weiter behandelt werden.

Da die Bronze sowohl wie Kupfer, Messing und Neusilber, auchSilberlegirung von geringerem als 7 50 tausendstel Feingehalt das Amal-gam nicht gut anuehmen, werden sie zuerst der Operation des An-fuickens mit Quickwasser unterworfen; nur bei feinem Silber, wel-ches sehr leicht von dem Amalgam benetzt wird, ist diese Vorbereitungüberflüssig. Das Quickwasser, eine verdünnte Lösung von salpeter-8 au rem Quecksilberoxydul, bereitet man, indem man 10 Thle. Queck-s ilber mit 11 Thln. Salpetersäure von 36° B. übergiesst und unter einemEntziehenden Schornstein ohne Erwärmung sich lösen lässt, dann 275Thle. Regenwasser znsetzt. Reine verdünnte Salpetersäure leistet die-selben Dienste J ), die Arbeiter sind aber dann den entstehenden salpe-higsauren Dämpfen, welche auch quecksilberhaltig sein sollen, ausge-®etzt.

Eine feine Kratzbürste von Messingdraht taucht der Arbeiter indies Quickwasser; es verbindet sich sofort etwas Quecksilber mit demHessin gdraht, und nun haftet das Amalgam daran. Man taucht diea Qgequickte Bürste in Amalgam und verbreitet dieses möglichst gleich-lässig auf dem Arbeitsstück. Das Amalgam stellt man dar, indem man^Ucaten, welche 980- bis 990 tausendstel Feingehalt haben, zu dün-lem Blech w r alzt (das Feingold von 996- bis 998tausendstel FeingehaltS °Umehr.Quecksilber erfordern), in einem unglasirten Porcellantiegelbis zum schwachen Glühen erhitzt und das acht- bis zehnfache Ge-richt stark erwärmten ganz reinen Quecksilbers darauf giesst. Beim^mrühren mit einem eisernen Haken findet bald die Verbindungstatt. Noch heiss giesst man das Amalgam in eine Schale mit kaltemNasser, weil es beim langsamen Erkalten krystallinisch werden würde,^as teigartige Amalgam sammelt man und drückt es gegen die schiefen'Tände der unglasirten Schale, oder man bindet es in ein Stücks ämischgares Leder und, indem man immer mehr starken Bindfaden^st darum wickelt, presst man das überschüssige Quecksilber ab,Welches jedoch nicht frei von Gold ist und daher als schwaches flüssigesAmalgam benutzt oder zu erneuter Amalgambereitung verwandtv H'd. Durch möglichst starkes Pressen kann man es dahin bringen,auf 1 Thl. Gold nur 2 Thle. Quecksilber Zurückbleiben. Je'''eiliger das Amalgam von letzterem enthält, desto stärkere Vergol-dungen liefert es.

Nach Knaffl eignet sich zur Amalgamation am besten das durchWenige Säure oder durch Kochen einer Lösung von Goldchlorid in'^•inylalkohol metallisch gefällte Gold.

Das Quickwasser vermittelt nicht allein das Anhaften des Amal-S&ins an der Kratzbürste, sondern auf gleiche Weise auch das Ver-dicken des Arbeitstückes und das Anhängen und die Ausbreitung des^alo-ams an demselben. Ist dies nach Erforderniss vertheilt, so?Vd der Gegenstand in reines Wasser getaucht, um die durch das^uickwasser entstandenen Metallsalze abzuspülen, dann auf einen Rost

Dingl. polyt. Journ. Bd. CLXVIII, S. 282.