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Neunter Band.
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Vergolden.

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^0 Thln. concentrirter Salzsäure und 4 Thln. englischer SchwefelsäureErsetzt hat, 2 Thle. krystallisirte Borsäure und 1 Thl. Goldchlorid°der eben so viel Goldchlorid in der gleichen Menge Wasser, worin^ Thle. krystallisirte Borsäure, 4 Thle. krystallisirtes schwefelsauresPatron und 18 Thle. einer concentrirten sauren Lösung von Chlor-^luminium enthalten sind, und hängt die an einem Golddraht aufge-re ihten Gegenstände in die siedende Flüssigkeit, lässt einige Minutenkochen, führt dann einen Kupferdraht ein und kocht, bis das sich nie-'Lrschlagende Gold eine dunkle Farbe angenommen hat, entfernt dannden Kupferdraht und siedet, bis das Gold schön gefärbt erscheint, worauf01 an in verdünnter Schwefelsäure, dann in Wasser abspült, mit Leinenünd in gelinder Wärme trocknet.

1836 hat Elkington 1 ) folgende Vorschrift gegeben, um vielekletalllegirungen durch Kochen in einer Goldlösung zu vergolden. EinTheil Gold wird in überschüssigem Königswasser gelöst und mit einerLosung von 30 Thln. doppelt-kohlensaurem Kali in 60 Thln. WasserErsetzt. Später gab Christofle 2 ), Nachfolger von Elkington und^Uolz, folgende Vorschrift: 5 Grm. Gold werden in Chlorid verwandeltUnd in etwas Wasser gelöst. Diesem setzt man nach und nach 150 Grm.doppelt-kohlensaures Kali zu. Währenddem hat man eben so viel Kali-salz in 1 Pfd. Wasser gelöst und setzt diesem die alkalische Goldlösungsobald das Aufbrausen aufgehört hat. Dann kocht man die Lösung^Stunden lang, ehe man sie verwendet. Die auf blanke Kupferdiähte& e reihten Gegenstände taucht er 15 Secunden bis eine Minute in dieRedende Flüssigkeit. Man spült rasch ab und trocknet in SägespänCn.Las Gold sitzt fest genug und kann mit dem Polirstahl oder Blutstein6 e glänzt werden, was übrigens nicht nöthig, wenn gut polirto Gegen-wände vergoldet wurden. Matt lässt sich erzeugen, wenn man dieVe i’goldeten Stücke in sehr verdünntes Quickwasser legt, bis sie ganz^eiss geworden, dann wäscht und das Quecksilber durch Erhitzen ver-legt. Mittelst der gewöhnlichen Mattfarbe aus Salpeter, Kochsalz und^•laun kann man färben, jedoch ist bei der Dünne der Goldschicht grosse•ersieht nöthig. Die Flüssigkeit muss durch Zusatz von kochendem^stillirten Wasser auf gleicher Concentration erhalten werden, sonställt das Gold als braunes nicht fest haftendes Pulver nieder. Bis-weilen muss man noch etwas Salzsäure zusetzen, um gute Resultate zufielen. Man kann, wenn die Lösung goldarm wird, einige Male etwas“hlorgold zusetzen. Durch Uebersättigen mit .Salzsäure und Zusatz vonEisenvitriol fällt man das Gold aus der unbrauchbar gewordenen Lösung,j, Levol 3 ) schlägt die verdünnte Lösung von Chlorgold in Cyanka-i Q tn zu Vergoldungen von Kupfer, Bronze und Messing, von neutralemEhlorgold in Schwefelcyankalium für Silber vor.

Grattau 4 ) giebt an, dass nur mit einer Cyan- und Schwefelcyan-pld gleichzeitig enthaltenden Lösung Stahl ohne vorhergehende Ver-^•pferung fest zu vergolden ist.

Peyrand und Martin 5 ) kochen die Gegenstände zuerst in einerAuflösung von Zinkchlorid, worin granulirtes Zink liegt, wodurch sich

s L Dingt, polvt. Journ. Bd. LXV, S. 42; Bd. LXVI, S. 126; Bd. LXVII,s ' 270; Bd. I.XXXII, S. 122 und 371. — 2 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CXXXVII,h - 389. _ 3) Aus dem Journ. d. Pharm. 1843, S. 213; Dingl. polyt. Journ.a - LXXXVIII, S. 364. — 4 ) Dingl. polyt. Journ. Bd. CLX, S. 78. _ 5) Armen-ud genie industr. 1854, p. 156; Dingl. polyt. Journ. Bd, CXXXIY, S. 129.